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Überschwemmung in Täsch: Sachschaden bis 10 Mio. Franken

Im Dorf Täsch unterhalb Zermatt ist nun Aufräumen angesagt. Keystone

Die Schlamm- und Gerölllawine hat in Täsch bis zu zehn Millionen Franken Schaden an Gebäuden und Fahrhabe angerichtet. Laut Gemeinderat Vinzenz Imboden wurden bis zu 40 Gebäude zerstört oder verwüstet. 20 Bewohner bleiben weiterhin evakuiert.

In Täsch mache sich unterdessen eine grosse Dankbarkeit breit, dass die Schlamm- und Gerölllawine vom vergangenen späten Montagabend keine Todesopfer gefordert habe, sagte der Vorsitzende der Elementarschaden-Komission und Schadendienst-Mitarbeiter bei der Mobiliar, Gaspare Nadig. Bevölkerung, Feuerwehr und Zivilschutz hätten mit den grossen Aufräumarbeiten begonnen.

Der Sachschaden an den bis zu 40 betroffenen Häusern und Fahrhabe dürfte sich gemäss erster Schätzungen auf fünf bis zehn Mio. Franken belaufen, wie Nadig sagte. Keine Prognose könne er für die Schäden an Land und Strassen stellen. Diese werden die Betroffenen und die Gemeinde selbst zu tragen haben, weil sie nicht versicherbar sind.

Nachdem in der Nacht auf Dienstag 150 Menschen evakuiert werden mussten, ging die Zahl der noch Evakuierten am Mittwochabend auf 20 zurück.

Keine Sofortmassnahmen am Weingartensee

Laut Gemeinderatspräsident Kilian Imboden steht unterdessen fest, dass die Dorfteile in der Nacht auf Dienstag wegen eines Murgangs mit Schlamm und Geröll zugedeckt wurden. Das Wasser, das den Murgang ausgelöst habe, stamme aus dem auf über 3’000 Meter gelegenen Weingartensee oberhalb der Täschalp. Der aus einer Moräne gebildete natürliche Damm des Sees sei entgegen erster Befürchtungen nicht gerissen. Sofortmassnahmen wurden vorerst keine getroffen. Priorität habe die Räumung des Bachbettes, damit auch überdurchschnittliche Wassermengen – etwa nach heftigen Gewittern – abfliessen könnten, sagte Imboden.

swissinfo und Agenturen

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