Virtuell durch Schweizer Strassen
Was bisher in amerikanischen, australischen, asiatischen und einigen europäischen Städten möglich war, bietet der Internet-Anbieter Google seit Dienstag mit Street View auch für sieben Schweizer Städte an.
Wie der Internetkonzern in Zürich bekanntgab, können neu auch Zürich, Bern, Genf und Umgebung sowie weitere Ortschaften im Drei-Seen-Land, dem Berner Oberland und Winterthur auf dem Bildschirm besucht werden.
Die interessantesten Schweizer Städte könnten somit vollständig vom Computer aus erkundet werden. In den vergangenen Monaten hatte Google ganze Strassenzüge fotografisch aufgenommen. Dank den auf Augenhöhe aufgenommenen 360-Grad-Aufnahmen lasse sich in den Städten auf einfache Weise virtuell navigieren, teilte Google mit.
Im Vorfeld der Aufnahmen hatte sich der eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür gegen Google durchgesetzt: Er erreichte, dass Passanten oder Hausbewohner informiert wurden, bevor Bilder für Google Street View aufgenommen wurden.
Auch musste der Internetriese sensible Daten wie erkennbare Gesichter oder Autokennzeichen anonymisieren. Thür will darüber wachen, dass Google seine Versprechen einhält.
Google erklärte, wer ein Bild wegnehmen lassen wolle, könne sich mit ihnen in Verbindung setzen. «Google entfernt auf Verlangen Bilder von Nutzern, deren Kinder, Autos oder Häuser zu sehen sind», sagte Raphael Leiritz, Product Manager Google Maps in Europa. Dafür gebe es ein eigenes Team, das «so schnell wie möglich» handle.
Laut Google ist Street View seit Mai 2007 für über 50 amerikanische sowie zahlreiche australische, japanische und europäische Städte verfügbar.
swissinfo.ch und Agenturen
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