Atomkraftwerk Saporischschja erneut ohne Strom
Das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine ist erneut von der äusseren Stromversorgung abgeschnitten.
(Keystone-SDA) Die zur Anlage führende Hochspannungsleitung sei am Abend automatisch abgeschaltet worden, teilte die Kraftwerksleitung mit. Die als Reserve bereitstehenden Dieselgeneratoren hätten die Stromversorgung übernommen. Erhöhte Radioaktivität sei nicht ausgetreten.
«De Nacht verlief in Enerhodar und dem Umkreis des Atomkraftwerks Saporischschja relativ ruhig», sagte die von Moskau eingesetzte Kommunikationsleiterin des AKW, Jewgenija Jaschina, der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Es habe nur vereinzelt Drohnenbeschuss gegeben. Allerdings sei die gesamte Stadt ohne Stromversorgung.
Russland hat das AKW in den ersten Kriegstagen 2022 erobert und hält es seither besetzt. Wegen der Kriegshandlungen wurde die Nuklearanlage heruntergefahren.
Beide Seiten warfen einander in der Vergangenheit mehrfach vor, die atomare Sicherheit durch Kriegshandlungen im Umfeld des Kernkraftwerks zu gefährden. Die Internationale Atombehörde hat Beobachter im Kraftwerk stationiert und die Kriegsparteien zur Zurückhaltung aufgerufen.