Bündner Winzer rechnen mit guter Weinernte
Ein gewichtiger Teil der Bündner Landwirtschaft hat mit der Trockenheit und den hohen Temperaturen zu kämpfen. Zu den Gewinnern des Hitzesommers könnten aber die Winzer gehören, wie der Bündner Rebbaukommissär am Beispiel der Bündner Herrschaft aufzeigt.
(Keystone-SDA) So erklärte der Bündner Rebbaukommissär Walter Fromm gegenüber dem romanischen Radio und Fernsehen RTR: «Alle Rebsorten profitieren vom warmen Wetter.» Die Winzer hätten weniger Arbeit beim Pflanzenschutz. Und auch die Zuckerwerte würden dieses Jahr «hoffentlich problemlos erreicht».
Für den Wein sei es gut, wenn der Sommer eher trocken sei. Reben seien generell Pflanzen, die wenig Wasser benötigten. Er zeigt sich deshalb optimistisch, dass der Jahrgang 2026 der Weinhochburg Bündner Herrschaft – zu der Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans gehören, ein guter sein wird. Er könne vergleichbar gut wie der Jahrgang 2018 werden, der sowohl qualitativ als auch quantitativ zu überzeugen vermocht habe.
Damit der Weinjahrgang 2026 tatsächlich gelinge, müssen aber gemäss Fromm auch für den Rest der Saison gute Bedingungen für die Reben vorherrschen. «Jetzt kommt es darauf an, dass wir noch etwas Regen bekommen», so Fromm. «Wenn der Regen bis Ende September ausbleibt, wird das sicher mengenmässig ein kleinerer Jahrgang.»