Bank of America verdient deutlich mehr als erwartet
(Keystone-SDA) Charlotte – Die Bank of America ist nach zwei Verlustquartalen deutlich besser ins Jahr gestartet als von Experten erwartet. Unterm Strich und nach Vorzugsdividenden verdiente die US-Bank im ersten Quartal wie im Vorjahreszeitraum 2,8 Milliarden Dollar.
Das entsprach einem Gewinn je Aktie von 0,28 Dollar, wie die Bank of America in Charlotte mitteilte. Analysten hatten lediglich mit 0,09 Dollar gerechnet. Im Vorjahr hatte das Institut allerdings noch hohe Belastungen für die erhaltenen Staatshilfen tragen müssen.
Die Einnahmen gingen um 11 Prozent auf 32,3 Mrd. Dollar zurück. Bankchef Brian Moynihan gab sich optimistisch: 2010 zeige sich mit jedem Tag eine weitere Erholung der Kreditwirtschaft. «Unser Ergebnis zeigt, dass sich die Wirtschaft allmählich erholt.»
Ganz Ausblenden können die Institute die Sorge vor faulen Krediten nicht. Im ersten Quartal legte die Bank vorsorglich noch einmal 9,8 Mrd. Dollar beiseite – rund 3,6 Mrd. Dollar weniger als im Jahr zuvor. Die Bank of America profitierte wie auch der Finanzkonzern JPMorgan von einem wieder erstarkten Investmentbanking.
JPMorgan hatte am Mittwoch mit einem Quartalsgewinn von 3,3 Mrd. Dollar die Messlatte hoch gelegt. Die Bank of America gehört zu den Verlieren der Finanzkrise. Sie hat sich mit der spektakulären Milliardenübernahme der Investmentbank Merrill Lynch Anfang 2009 verhoben und musste vom Staat mit Milliarden gestützt werden. Die Staatshilfen hat die US-Bank inzwischen aber zurückgegeben.