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Basler Chemie saniert Alt-Deponie "Le Letten" für 30 Mio EUR

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 17:25 publiziert

Basel (awp/sda) - Die Sanierung der Elsässer Alt-Deponie "Le Letten" rückt näher: Die von der Basler Pharma- und Chemieindustrie getragene GI DRB will sich das Projekt 30 Mio EUR kosten lassen. Die Abfälle in der Deponie sollen ausgehoben und entsorgt werden.
Zur nachhaltigen Sicherung der in der Nähe von Schönenbuch BL gelegenen früheren Deponie habe sich die Interessengemeinschaft Deponiesicherheit Region Basel (GI DRB) freiwillig entschlossen. Eine juristische Notwendigkeit habe es für diesen Schritt nicht gegeben, teilten die GI DRB und die Präfektur des Departements Haut-Rhin am Dienstag mit.
Die GI DRB will die rund ein Jahr dauernde Sanierung von "Le Letten" noch im laufenden Jahr in Angriff nehmen. Die auf dem 5300 Quadratmeter grossen Gelände liegenden Abfälle sollen mitsamt den damit vermischten Materialien ausgehoben werden. Die Entsorgung erfolgt darauf in dafür zugelassenen Anlagen in Deutschland.
Für die Sanierung wird auf der Deponie eine temporäre Baustellenabdeckung erstellt. Sie soll die Aushubarbeiten vor Witterungseinflüssen schützen und die Behandlung der Abluft ermöglichen. Vorgesehen ist zudem eine Absenkung des Grundwassers unterhalb des Geländes. Mit diesen Massnahmen sollen allfällige Umweltschäden durch die Sanierungsarbeiten verhindert werden.
In der Deonie "Le Letten" lagern nach Angaben der GI DRB rund 35'000 Kubikmeter Abfälle. Davon stammen etwa 10 Prozent von der Basler chemischen und pharmazeutischen Industrie. In den 1950er- und 1960-er Jahren waren in "Le Letten" auch Aushub und Bauschutt deponiert worden.
Mit der Sanierung sollen sich laut GI DRB die Überwachungsauflagen und die Nutzungseinschränkungen für das Deponiegelände erübrigen. Diese würden laut den französischen Regelungen zum Umgang mit kontaminierten Böden und Standorten für die andauernde Bewirtschaftung des Standorts ausreichen.
Das Gesundheits- und Umweltrisiko, das von der Deponie derzeit ausgeht, erfordere an sich keine besonderen Massnahmen an der Schadstoffquelle, hält die Interessengemeinschaft fest. Sie verweist dabei auf detaillierte Untersuchungen, die von Dritten bestätigt worden seien.
"Es ging und geht von der Deponie Le Letten keine Gefährdung für Mensch und Umwelt aus", hält die GI DRB auf ihrer Homepage (www.gidrb.ch) explizit fest. Auch die Trinkwasserfassungen der Umgebung seien nicht betroffen. Das gleiche gelte auch für die nahe gelegene Deponie Raemisloch, welche die GI DRB ebenfall sanieren will.
rt

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