
BCGE/Prozessdauer gegen Verantwortliche für Debakel Ende 1990er bestimmt
Genf (awp/sda) – Das Datum für den Prozess um das Debakel bei der Genfer Kantonalbank (BCGE) steht fest. Der Prozess soll vom 4. Oktober bis zum 26. November dauern. Fünf Personen, darunter drei ehemalige Verantwortliche der Bank, werden auf der Anklagebank sitzen.
Während der Herbstferien vom 25. bis 29. Oktober solle der Prozess unterbrochen werden, teilte der Pressedienst des Genfer Justizdepartements am Dienstag mit und bestätigte eine entsprechende Information der Online-Ausgabe der Tageszeitung «Tribune de Genève». Der Genfer Generalstaatsanwalt Daniel Zappelli wird die Anklage führen.
Bei den fünf Personen, die sich dem Gericht stellen müssen, handelt es sich um den Ex-BCGE-Chef Dominique Ducret, den ehemaligen Generaldirektor Marc Fues, den ehemaligen stellvertretenden Direktor René Curti sowie zwei Revisoren von Ernst&Young.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, die Bilanzen der Bank in den Geschäftsjahren 1996, 1997 und 1998 geschönt zu haben. Als der Kanton Genf im Jahr 2000 intervenierte, stand die Bank am Rande des Konkurses. Damals musste der Kanton mittels einer Stiftung der BCGE faule Immobilienkredite für 5 Mrd CHF abnehmen.
Die Untersuchung der Affäre dauerte Jahre und füllt inzwischen 1500 Bundesordner. Aufeinander gestellt würden diese Akten die Höhe des Genfer Jet d’eau erreichen.