Erfolgreiche Tessiner Uni
Die Università della Svizzera Italiana ist mit Beginn des Wintersemesters sechs Jahre alt geworden. Die Verantwortlichen sind zufrieden mit der Entwicklung der Hochschule.
1996 hatten sich 326 Studierende an der Tessiner Universität USI immatrikuliert. Heute, sechs Jahren später, hat sich deren Zahl vervierfacht. Die Uni habe sich in dieser Zeit etablieren können und hohes Ansehen erreicht, sagte USI-Präsident Marco Baggiolini.
Über die Hälfte der Studentinnen und Studenten stammt nicht aus dem Tessin. 21% kommen aus anderen Kantonen, 24% aus Italien und 9% aus anderen Ländern. Von den 1’328 Studierenden besuchen 677 Vorlesungen im Fach Kommunikations-Wissenschaft, 398 lassen sich zu Architekten ausbilden, und 253 belegen Wirtschafts-Wissenschaften.
Gefragte Wirtschaftsleute
Vor einem Jahr hat die USI auch die ersten Studien-Abgängerinnen und Abgänger in die Arbeitswelt entlassen. Neunzig Prozent von ihnen habe eine Stelle gefunden, besagt eine USI-Studie. Vor allem die «Economisti», die Wirtschafts-Wissenschafter, seien auf dem expandierenden Bankenplatz Lugano gefragt, sagte USI-Präsident Baggiolini.
In einem Jahr werden nach sechsjährigem Lehrzyklus auch die ersten Architektinnen und Architekten aus Mendrisio ihre Abschluss-Arbeiten zeigen. Der Architektur-Fakultät steht zudem die Anerkennung durch das Mailänder Polytechnikum bevor.
Sowohl in Lugano als auch in Mendrisio mussten bereits zusätzliche Gebäude erstellt werden, um die stetig wachsende Zahl von Studierenden unterzubringen. In Lugano wurde mit Beginn des Wintersemesters zudem die theologische Fakultät auf den Universitäts-Campus gezügelt.
Teure Bildung
Die Tessiner Uni ist unter den Schweizer Hochschulen die Teuerste. Die jährliche Studiengebühren für Schweizer Studierende betragen 4’000 Franken. Studentinnen und Studenten aus dem Ausland bezahlen das Doppelte.
Die Studenten-Organisation IntrUsi hat deswegen schon mehrfach bei der Universitäts-Leitung protestiert. Baggiolini verweist auf die höheren Studiengebühren an den Mailänder Hochschulen.
swissinfo und Gemma d’Urso (sda)
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