Leichter studieren in Italien
Studierende aus der Schweiz und Italien, die im Nachbarland ihrem Studium nachgehen, haben's fortan leichter. Am 1.August ist ein Abkommen mit Italien in Kraft getreten, das die grenzüberschreitende Mobilität an Hoch- und Fachhochschulen erleichtert.
Das am 7.Dezember 2000 in Bern unterzeichnete Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Gleichwertigkeiten im Hochschulbereich will vor allem Studierenden beider Länder das Studium im Nachbarland erleichtern.
Laut Angaben des Bundesamts für Bildung und Wissenschaft vom Donnerstag (02.08.) werden italienische und Schweizer Studierende grundsätzlich gleichgestellt. Abschlüsse und Studienleistungen werden gegenseitig anerkannt. Auch die gemeinsame Betreuung von Doktorarbeiten ist möglich.
Speziallösung für Fachhochschulen
Für die Fachhochschulen musste im Abkommen eine besondere Lösung gefunden werden. Diese gehören in der Schweiz zum Hochschulsystem, während Italien keine entsprechenden Studiengänge oder Schulen kennt.
Die Lösung besteht darin, dass sich Inhaber eines schweizerischen Fachhochschul-Diploms an italienischen Universitäten und Technischen Hochschulen zu den selben Bedingungen immatrikulieren können, wie sie an den Universitäten und den ETH in der Schweiz gelten.
Ähnliche Abkommen existieren
In den Jahren 1993 und 1994 hatte die Schweiz bereits mit Österreich, Deutschland und Frankreich ähnliche Abkommen geschlossen. Die europäischen Staaten hatten 1999 beschlossen, die Mobilität der Studierenden mit der Schaffung eines europäischen Hochschulraums zu erleichtern.
swissinfo und Agenturen
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