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Abspecken bei Rüstungs-Ausgaben

Die spanische Casa C-295M wird nun doch noch nicht angeschafft. Keystone

Der Bundesrat verzichtet auf die Beschaffung von zwei militärischen Transportflugzeugen für Friedens-Einsätze und Katastrophen-Hilfe. Er hat am Dienstag (03.07.) das Rüstungs-Programm 2001 um 119 auf 980 Mio. Franken gekürzt.

Ursprünglich war vorgesehen, mit dem Rüstungsprogramm 2001 in Spanien zwei zweimotorige Transportfluzeuge des Typs Casa C-295M mit 6’000 Kilogramm Nutzlast und einer Reichweite von 2’200 Kilometern zu beschaffen. Dazu wären kleinere gepanzerte Gelände-Fahrzeuge gekommen.

Behutsam vorgehen

Wie das Verteidigungsdepartement (VBS) mitteilte, wird die Beschaffung der Transportflugzeuge aus drei Gründen aufgeschoben. Das Abstimmungs-Resultat vom 10. Juni über die Bewaffnung von Friedens-Soldaten im Ausland lege ein behutsames Vorgehen in der Frieden-Förderung nahe.

Zudem soll laut VBS zugewartet werden, bis das Armeeleitbild XXI feststeht. Schliesslich bringe der Verzicht kurzfristig auch eine Entlastung der Rüstungs-Ausgaben. Der Entscheid über die Beschaffung von Transport-Flugzeugen für die Schweizer Armee sei aber noch nicht endgültig gefallen.

Das Rüstungsprogramm 2001 enthält sechs Posten

Für 293 Mio. soll für das seit 1984 im Einsatz stehende mobile Fliegerabwehr-Lenkwaffensystem Rapier die neue Lenkwaffe «Mark2» eingekauft werden.

220 Mio. sind für Modernisierungen des Kampfflugzeuges FA-18 vorgesehen: Systeme für aktive Freund-Feind-Erkennung, für eine Karten-Anzeige und für den Datenaustausch.

168 Mio. werden für 15,5-cm-Munition für die Artillerie eingesetzt; diese Geschosse werden als «intelligent» bezeichnet, weil sie ihre Ziele selbstständig erkennen.

Für 166 Mio. sollen 25 Bergepanzer beschafft werden.

80 Mio. sind für acht mobile elektronische Überwachungs-Systeme für den Objektschutz eingestellt.

Mit 53 Mio. sollen veraltete Fahrsimulatoren für Panzer und Panzer-Haubitzen ersetzt werden.

Arbeit für fünf Jahre

Rund 800 Mio. oder 82 Prozent des Rüstungsprogramms 2001 gehen in die Schweizer Wirtschaft. 900 Personen können damit während fünf Jahren beschäftigt werden.

swissinfo und Agenturen

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