Auch in Bern wurde demonstriert
Rund 500 Personen sind am Samstagabend (28.07.) durch die Berner Innenstadt gezogen, um gegen das Vorgehen der italienischen Polizei am G-8-Gipfel in Genua (It) zu protestieren. Die Kundgebung verlief mehrheitlich friedlich.
Der Demonstrations-Zug bewegte sich vom Bundeshaus in Richtung Polizeikaserne. Dort bestiegen einige Maskierte die Kasernen-Mauer und feuerten Petarden auf die Kaserne ab. Dabei zerbrachen zwei Scheiben. Zudem wurden während der ganzen Kundgebung Farbbeutel geworfen.
Zu grösseren Sach-Beschädigungen kam es jedoch nicht. Rolf Spycher, Sprecher der Stadtpolizei, zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden. Es sei keine Intervention notwendig gewesen, sagte er.
Die vorwiegend jugendlichen Demonstranten trugen rot-schwarze Fahnen und Spruch-Bänder mit sich. Auf den Transparenten war etwa zu lesen «Ihr seid 8 – wir sind 6 Milliarden» oder «Wer schützt uns vor den Mächtigen?»
Zur Demonstration hatten linke Organisationen wie die Partei der Arbeit (PdA), die Nord-Süd-Koordination und die Rifondazione Comunista Basel aufgerufen.
Am Samstag kam es auch in verschiedenen europäischen Hauptstädten zu Demonstrationen. Gefordert wurde die Freilassung der noch inhaftierten Globalisierungs-Gegner in Genua und die Einsetzung einer internationalen Untersuchungs-Kommission.
swissinfo und Agenturen
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