Baumann glaubt an die Grünen
Ruedi Baumann, abtretender Präsident der Schweizer Grünen, glaubt an ein Aufleben seiner Partei. Die bürgerlichen Parteien hätten "ihre grünen Feigenblätter ganz fallen lassen", sagte er.
Er denke an den geforderten Ausbau der Autobahnen und «die Versuche, die CO2-Abgabe aufzuheben», sagte Baumann am Samstag in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung». Man könne davon ausgehen, dass die «Rezessionsphase, in der Umweltanliegen kein Thema mehr waren vorbei ist».
Gleichwohl räumte Baumann ein, dass die Eidg. Wahlen 2003 von den Grünen grossen Einsatz erfordern. Man werde kämpfen müssen, um die Fraktionsstärke zu halten. «Wegen des Wahlsystems in der Schweiz können wir unsere Stärke nicht ausspielen», sagte er mit Blick auf die für die Grünen hohen Wahlhürden in kleinen Kantonen.
Zu seiner Nachfolge äusserte sich der abtretende Präsident nur zurückhaltend. Es sollte wieder jemand aus der Fraktion sein, denkbar sei auch ein Co-Präsidium zwischen Deutsch- und Westschweiz, vermerkte Ruedi Baumann, der seit einiger Zeit in Südwestfrankreich einen biologischen Bauernhof betreibt.
swissinfo und Agenturen
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