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Befreite IKRK-Geisel zurück in der Schweiz

Die drei entführten IKRK-Delegierten haben die Todesdrohungen der Rebellen sehr ernst genommen. Das sagte Andreas Notter, der während 93 Tagen auf den Philippinen als Geisel gehalten wurde, am Mittwoch in Genf.

Er sei sehr froh, wieder zu Hause zu sein, sagte der Schweizer an einer Medienkonferenz am Hauptsitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Seine Entführung schilderte er als «eine sehr schwierige Erfahrung».

«Wir nahmen die Drohungen sehr ernst, denn wir wussten, dass die Entführer in der Vergangenheit nicht gezögert hatten, ihre Geiseln zu köpfen», so Notter weiter.

Die Rebellen hatten mehrmals mit der Tötung der Geiseln gedroht, falls sich die philippinischen Regierungstruppen nicht zurückzögen.

Notter demenierte das Gerücht, dass er von der philippinischen Armee gewaltsam befreit worden sei. «Es ist immer noch etwas verwirrend für mich», sagte er. Sie seien durch den Dschungel gegangen, als er sich plötzlich alleine vorfand. Er habe dann aus dem Dschungel fliehen können.

Am Mittwoch wurde auch bekannt, dass sich der Gesundheitszustand der dritten Geisel, des italienischen IKRK-Mitarbeiters Eugenio Vagni, verschlechtert hat. Dieser befindet sich als Einziger noch in der Hand der Entführer. «Meine Sorge gilt meinem Kollegen Eugenio», betonte Notter vor den Medien.

Der Italiener war zusammen mit Notter und der Philippinin Mary Jane Lacaba am 15. Januar von islamistischen Abu-Sayyaf-Rebellen auf der Insel Jolo im Süden des Landes entführt worden.

Notter war letzten Freitag überraschend freigekommen.

swissinfo und Agenturen

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