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Chance für ein Ja

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Wäre Mitte Februar 2002 über den UNO-Beitritt abgestimmt worden, hätten 54 Prozent für den Beitritt gestimmt. 37 Prozent wären dagegen gewesen.

Nur noch 9 Prozent machten keine Angaben zu ihren Stimmabsichten. Dies ist das Hauptergebnis der dritten Repräsentativ-Befragung von SF DRS zur Volksabstimmung, welche das GfS-Forschungsinstitut realisiert hat.

Ein Vergleich mit der vorangegangenen Umfrage zeigt, dass mit der Fortsetzung des Abstimmungskampfes vor allem die Pro-Seite zulegen konnte. Der Anteil deklarierter Ja-Stimmen stieg um 4 Prozentpunkte, während der Nein-Anteil konstant blieb. Das Ja-Lager hat damit eine gute Chance, die Mehrheit für sich zu gewinnen.

Regionale Unterschiede

Überdurchschnittliche Zustimmung findet sich erwartungsgemäss in allen französischsprachigen Kantonen, sowie in den beiden Basel, Zürich und Bern. Dies ergibt 9 sichere Standesstimmen. Die Mehrheit in der deutschsprachigen Schweiz fällt dagegen knapp aus, und in der italienischsprachigen Schweiz hat sich der Trend leicht ins Nein entwickelt.

Eher zustimmend zeigen sich die Kantone Solothurn, Zug, Aarau, Luzern, St. Gallen, Schaffhausen und Graubünden. Mindestens 3 davon müssen am 3. März den UNO-Beitritt befürworten, damit das Ständemehr zu Stande kommt. Damit die Vorlage angenommen wird, braucht es ein doppeltes Ja: Das der Volksstimmen und eine Mehrheit der Kantone.

Stadt und Land

Keine Unterschiede gibt es gesamtschweizerisch zwischen Stadt und Land. In den grossen Agglomerationen, die recht klar im «Ja» starteten, hat die Opposition etwas zulegen können, während sich die Ja-Seite in den Landgemeinden etwas verbessern konnte, ohne auf eine Mehrheit zählen zu können.

Bildung

Verstärkt haben sich die Unterschiede entlang den Bildungsschichten. Höhere Bildungsschichten haben ihre Zustimmung weiter verstärkt, während tiefere Bildungsschichten deutlicher zum Nein tendieren. Ein leichter Ja-Trend zeigt sich bei Personen mit einer abgeschlossenen Berufslehre.

Die aktuelle Erhebung wurde vom 11. bis 16. Februar 2002 bei 1271 stimmberechtigten Personen in der ganzen Schweiz durchgeführt.

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