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Ein Novum: IKRK-Jahresbericht in Nairobi

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Erstmals hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) seinen Jahresbericht nicht in der Schweiz, sondern im Ausland präsentiert: in der kenyanischen Hauptstadt Nairobi nämlich. 50% der IKRK-Aktivitäten finden heute in Afrika statt.

Die wachsende Zahl der bewaffneten Konflikte, die noch nie da gewesenen humanitären Herausforderungen, die enge Betreuung der Opfer und letzten Endes die Sicherheit des IKRK-Personals: Das sind die wichtigsten Themen des IKRK-Jahresberichts 2000, den Jean-Daniel Tauxe, operativer IKRK-Direktor, am Freitag (06.07.) nicht in Genf, sondern in Nairobi präsentierte.

Laut IKRK steht Nairobi als Symbol für die Wichtigkeit der IKRK-Aktivitäten in Afrika, die heute 50% des operativen Gesamtvolumens der Organisation ausmachen. Im Jahr 2000 absorbierten die Afrika-Einsätze 40% der IKRK-Betriebskosten, nämlich über 880 Mio. Franken.

Gefährdete IKRK-Sicherheit

Besorgt ist das IKRK über die gefährdete Sicherheit seiner Mitarbeiter. Jüngste Beispiele: Sechs IKRK-Leute wurden im Osten der Demokratischen Republik Kongo sowie ein IKRK-Pilot auf einer Mission im Sudan getötet. Jean-Daniel Tauxe bezeichnete dies als unakzeptabel, «weil derartige barbarische Angriffe die kontinuierliche humanitäre Arbeit des IKRK langfristig gefährden».

Positiv ins Gewicht der IKRK-Aktivitäten fällt laut Jean-Daniel Tauxe die Tatsache, dass man im vergangenen Jahr besseren Zugang zu den Menschen in Not gehabt hätte. Und dies trotz den immer zahlreicheren und komplexeren bewaffneten Konflikten.

Jean-Michel Berthoud

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