Flüchtlingspolitik dominiert Ostermärsche
In Bern und in der Ostschweiz haben rund 1000 Menschen an Ostermärschen für eine humane Flüchtlingspolitik und gegen Ausgrenzung demonstriert.
In Bern nahmen am Montag 600 bis 700 Teilnehmende am diesjährigen Ostermarsch teil, der unter dem Motto «Stopp den Ausgrenzungen – Friede den MigrantInnen» stand.
An der Schlusskundgebung wurde die Schaffung von rechtlichen und sozialen Bedingungen gefordert, die allen Migranten ein menschenwürdiges Leben in der Schweiz ermöglichten.
Die frühere Waadtländer Nationalrätin Anne-Catherine Menetrey von den Grünen kritisierte unter anderem die Schengen/Dublin-Abkommen, mit denen sich Europa verbarrikadiere und die eine Internationale der Repression darstellten.
In der Ostschweiz demonstrierten nach Angaben der Veranstalter rund 350 Menschen im St. Galler Rheintal für eine menschenwürdigere Flüchtlings- und Asylpolitik.
Am «Alten Rohr», einem der Hauptfluchtorte während des Zweiten Weltkriegs, wurde eine Tafel zum Gedenken an die jüdischen Flüchtlinge enthüllt, die sich dort über den alten Rhein in die Schweiz retten konnten.
Alt Bundesrätin Dreifuss wies darauf hin, dass auch in einer Demokratie immer wieder Unrecht geschehe. Mit Blick auf die «leider immer strengere Schweizer Flüchtlingspolitik» der Gegenwart rief sie zu mehr Zivilcourage in der Gesellschaft auf.
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