Kostenexplosion bei den Krankenkassen?
Die Krankenkasse Helsana läutet auf Grund der ungebremst steigenden Kosten im Gesundheitswesen die Alarmglocke. Wenn nicht rasch gehandelt und die Fehlkonstruktionen im System nicht beseitigt würden, drohten weitere Prämienschübe.
Die Kostenentwicklung gebe der ganzen Branche zu grösster Sorge Anlass, sagten Helsana-Verwaltungsrats-Präsident Eugen David und Konzernchef Manfred Manser am Donnerstag (31.05.) vor den Medien in Zürich. Auf politischer Ebene sei kaum der Wille zum Handeln vorhanden.
Die Helsana stellt daher sechs Postulate auf. Im Vordergrund stehe dabei, den Vertragszwang zwischen Leistungserbringern und Krankenversicherern zu lockern und gleichzeitig zu einem vertraglichen Wettbewerbsmodell überzugehen.
Auch die Spitalfinanzierung müsse neu geregelt werden. Ferner müsse der Arzt- und Spitaltarif «Tarmed» gesamtschweizerisch auf Anfang 2002 eingeführt werden. Geklärt werden müsse auch die Finanzierung der Pflegeheim-Aufenthalte.
Handlungsbedarf sieht Manser ferner bei den Medikamentenpreisen. Der auf Initiative von Bundesrätin Ruth Dreifuss einberufene «Runde Tisch» werde begrüsst. Sollte hier kein Druchbruch erzielt werden, behalte sich die Helsana weiter gehende politische Schritte vor.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch