Letzter Abschied von Lucie
Rund 1500 Personen haben am Montagnachmittag in Freiburg an der Trauerfeier für Lucie teilgenommen. Das 16-jährige Au-pair-Mädchen war am 4. März im aargauischen Rieden getötet worden.
Bernard Genoud, der Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, begrüsste zu Beginn des Gottesdiensts die Eltern der Jugendlichen am Eingang zur Freiburger Christkönigkirche persönlich.
Der Platz in der Kirche war zu klein für die grosse Anzahl Trauernder. Hunderte harrten während der Trauerfeier auf dem Kirchplatz aus, wo die Trauerfeier mit Lautsprechern übertragen wurde.
Der Mord an der 16-jährigen Lucie hat die Schweizer Öffentlichkeit aufgewühlt. Bereits 2003 hatte der 25-jährige Täter eine Frau fast umgebracht. Er kam im letzten Sommer zwar auf Bewährung, aber ohne erneute Begutachtung frei. Die Tat wirft einmal mehr die Frage nach der Verwahrung kranker Gewalttäter auf.
«Jede neue Tat, die hätte verhindern werden können, ist eine zuviel», sagte Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf am Montag in der Fragestunde des Nationalrates.
Es gebe aber keine rechtsstaatlich vertretbaren Massnahmen, welche einen hundertprozentigen Schutz vor rückfälligen Tätern garantieren könnten. Weitere Untersuchungen würden zeigen, ob im Fall Lucie Fehler passiert seien, und ob gesetzgeberischer Handlungsbedarf bestehe.
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