Luftverkehrs-Abkommen: Seilziehen geht weiter
Bei der 11. Runde der Fluglärm-Verhandlungen zwischen Deutschland und der Schweiz sind in Bern nur Teileinigungen erzielt worden. Offen bleiben die Entschädigung für die Bevölkerung und das Tempo der Reduktion auf 100'000 Überflüge im Jahr.
Auf technischer Ebene seien die Verhandlungen vom Mittwoch und Donnerstag immerhin abgeschlossen, sagte André Auer, Schweizer Delegationsleiter und Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), am Donnerstag-Nachmittag (26.07.) vor den Medien in Bern.
Noch offen in dem Staatsvertrag sei insbesondere die Entschädigungsfrage für die lärmgeplagte Bevölkerung Süddeutschlands. Auch habe die deutsche Delegation auf einer verbindlichen Festlegung zur Verringerung der Flugbewegungen auf unter 100’000 pro Jahr bestanden.
Dem habe die Schweizer Delegation nicht zustimmen können, sagte Auer. Auch bedürfe das Verhältnis des sektoriellen Luftverkehrs-Abkommens Schweiz-EU zum neuen Staatsvertrag der Klärung.
Diese offenen Punkte würden nun dem deutschen Verkehrsminister Kurt Bodewig und seinem Schweizer Kollegen Moritz Leuenberger vorgelegt. Die Beiden entschieden über das weitere Vorgehen. Nach den Worten Auers hält man am Ziel einer Unterzeichnung am 1. September fest.
swissinfo und Agenturen
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