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OECD-Sekretär Gurría sagt Treffen ab

OECD-Sekretär Angel Gurría kommt nicht in die Schweiz. Die nationalrätliche Wirtschaftskommission (WAK) hatte den Spanier nach Bern bestellt, damit er das Vorgehen der OECD bei der Schwarzen und der Grauen Liste der Steuerparadiese erklärt.

Gurría könne am Montag nicht in die Schweiz kommen, weil er in Asien unterwegs sei, bestätigte die sozialdemokratische WAK-Präsidentin Hildegard Fässler einen Bericht des Westschweizer Radios. Auch all jene Leute, die den OECD-Sekretär hätten vertreten können, befänden sich in Asien.

Die WAK hatte Gurría Anfang April zu einer Anhörung bestellt. Wie Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard und Finanzminister Hans-Rudolf Merz warf sie der OECD vor, mit dem beitragszahlenden Mitgliedsland Schweiz schlecht umgesprungen zu sein und die Schweiz vor der Erstellung der Schwarzen und Grauen Listen von Steuerparadiesen weder ins Bild gesetzt noch konsultiert zu haben.

«Die G20 haben die OECD zu einer Rating-Agentur degradiert», monierte jüngst auch Bundesrat Pascal Couchepin. «In dieser Krise sollte die OECD aber nicht ‚Gault Millau‘ spielen für gute und böse Staaten, sondern ihnen als Forschungszentren dienen, das Ursachen und Folgen der Krise studiert.»

swissinfo und Agenturen

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