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Schrecksekunde bei Rückkehr aus Portugal

Bundespräsident Pascal Couchepin und der portugisische Premier José Manuel Durão Barroso. swissinfo.ch

Bei der Landung von Bundespräsident Pascal Couchepin auf dem Flughafen Belpmoos bei Bern kam es zu einer Rauchentwicklung in der Falcon 900.

Die Schweizer Delegation konnte das Flugzeug unversehrt verlassen.

Die Feuerwehr war sofort zu Stelle. Nach Angaben des Piloten handelte es sich um ein kleines Problem an einem Teil der Klimaanlage.

Der zweitägige Staatsbesuch Couchepins in Portugal ging am Dienstagnachmittag zu Ende. Sowohl Präsident Jorge Sampaio als auch Premierminister José Manuel Durão Barroso versprachen Couchepin bei den Treffen vom Montag und Dienstag ihre Unterstützung beim zweiten Paket der bilateralen Verhandlungen mit der EU, den so genannten Bilateralen II.

Portugal hatte die Schweiz schon bei den Bilateralen I als eines der ersten Länder unterstützt, wie Couchepin in Erinnerung rief. Die Schweiz möchte das zweite Paket bis Ende Jahr schnüren, sagte Couchepin.

Präsident Sampaio äusserte allerdings gegenüber Couchepin den Wunsch, dass die
Schweiz der Europäischen Union beitrete. Der Bundespräsident erklärte, dass in der Schweiz für einen Beitritt keine Mehrheit bestehe.

Wirtschaftsbeziehungen verbessern

Priorität haben aber nun die Bilateralen II. Man sei aber nicht bereit, zur Erreichung dieses Ziels jeden Preis zu zahlen. Noch seien einige Hürden aus dem Weg zu räumen. Es sei an den Politikern, die Unterhändler zu einem Schritt vorwärts zu bringen, sagte Couchepin.

Die politischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Portugal gelten als gut. Die wirtschaftlichen seien hingegen verbesserungsfähig, sagte Couchepin. Das gelte namentlich für die Investitionen.

Die Schweiz ist der achtwichtigste Investor in Portugal. Letztes Jahr exportierte sie Waren im Umfang von 808 Mio. Franken, die Importe betrugen 468 Mio. Franken.

Hilfe nach Waldbränden

Gegenüber Präsident Sampaio versicherte Couchepin, die schweren Waldbrände in Portugal hätten auch in der Schweiz grosse Betroffenheit ausgelöst. Für die Nothilfe hat der Bundesrat 1 Mio. Franken gesprochen.

Couchepin sagte weiter, die portugiesische Gemeinschaft in der Schweiz – die drittgrösste im Land – werde sehr geschätzt.

Portugals Premier Barroso bedauerte seinerseits, dass seine jungen Landsleute nur einen beschränkten Zugang zu Schweizer Mittelschulen und Universitäten haben. Couchepin versicherte, diese Angelegenheit werde er genau unter die Lupe nehmen.

Alinghi: Keine staatliche Einmischung

Die Portugiesen bemühten sich auch, der Schweizer Delegation die Vorzüge einer Vergabe des America’s Cup 2007 nach Cascais bei Lissabon schmackhaft zu machen.

Der 20 Kilometer von der Hauptstadt entfernte Ort sei gut erreichbar und verfüge das ganze Jahr über gute Windverhältnisse. Ausserdem hat Portugal keine Segelequipe, die dem Alinghi-Team Konkurrenz machen würde.

Der Bundesrat habe den Wunsch Portugals zur Kenntnis genommen, werde sich aber nicht einmischen, da es sich um eine private Angelegenheit handle, erklärte Couchepin, der sich vor Ort von der Windstärke überzeugen konnte. Das Team Alinghi wird seinen Standort- Entscheid bis am 15. Dezember treffen.

swissinfo und Agenturen

1’456’780 Einwohner der Schweiz (20%) haben einen ausländischen Pass, davon kommen rund 130’000 (8,7%) aus Portugal.

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