Schuhwerfer ersucht um Asyl in der Schweiz
Der irakische Journalist Mountazer al-Zaïdi, der am 14. Dezember in Bagdad seine Schuhe auf US-Präsident George W. Bush geworfen hatte, will in der Schweiz politisches Asyl beantragen.
Dies schreibt die Genfer Tageszeitung La Tribune de Genève in ihrer Montagsausgabe.
«Anfangs Monat hat seine Familie über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Kontakt mit mir aufgenommen. Und ich werde diese Woche das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einem Schreiben ersuchen, die Schweiz solle ihm politisches Asyl gewähren», erklärte der Anwalt Mauro Poggia gegenüber der Genfer Zeitung.
Die Schweiz könne ihm Asyl gewähren, «ohne damit für oder gegen die amerikanische Intervention in Irak Partei zu ergreifen», so der Anwalt.
Laut Poggia kann der Journalist, der von Extremisten im Irak zum Märtyrer gemacht wurde, seinen Beruf in Zukunft kaum mehr ausüben, da er die irakische Regierung kritisiert habe, weil sie sich Amerika zu sehr unterwerfe. «Sein Leben kann in seinem Land zur Hölle werden», so Poggia gegenüber dem Genfer Blatt.
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