Schweizer mit DDR-Konten gesucht
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sucht weiterhin nach Schweizer Kontoinhabern, die 1945 bei Banken auf dem Gebiet der späteren DDR Guthaben besassen
Zahlreiche Schweizer konnten die Rückzahlung ihrer Guthaben schon erwirken.
Auf Ersuchen des deutschen Aussenministeriums hilft die Schweiz bei der Suche nach Schweizer Staatsangehörigen, die 1945 bei Banken auf dem Gebiet der späteren DDR Guthaben besassen.
Innerhalb eines Jahres konnten zwei Drittel von insgesamt knapp 1,5 Mio. Mark ausbezahlt werden.
Weiterhin bleiben aber auf 105 Konten rund 550’000 Mark liegen, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Dienstag mitteilte.
Eine aktualisierte Liste wurde auf der Web-Site des EDA veröffentlicht.
Direkt an Berlin wenden
Ende August des vergangenen Jahres hatte das Aussenministerium auch via Zeitungsinserate darauf aufmerksam gemacht, dass auf der Web-Site des EDA eine Liste mit Schweizer Kontoinhabern aufgeschaltet wurde, die in der damaligen russischen Besatzungszone Guthaben besassen.
Wie das EDA schreibt, führte die Liste, die von den deutschen Behörden erstellt wurde, damals 550 Konten mit einer Gesamtsumme von 1,4 Mio. Mark auf. Mehr als die Hälfte der Konten wies einen Saldo unter 500 Mark auf.
Nun hat das deutsche Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen knapp ein Jahr später die Liste nachgeführt. Die Gesamtsumme beläuft sich noch auf 550’000 Mark.
In der neuen Liste sind nur noch Konten mit einem Mindestsaldo von 1000 Mark aufgeführt. Schweizer Staatsangehörige mit einem Anspruch können sich nun direkt an Berlin wenden.
swissinfo und Agenturen
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