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Sri Lanka: Schweiz fordert Dialog

Der Bundesrat hat das Ende des bewaffneten Konfliktes im Norden Sri Lankas begrüsst. Die Situation dort dürfte auch Auswirkungen auf die Schweiz haben: Für 2009 wird mit einer Zunahme der sri-lankischen Flüchtlinge gerechnet.

Die Schweiz beklage ausdrücklich, dass der jahrzehntelange Konflikt unzählige Menschenleben und Zehntausende von intern Vertriebenen gefordert hat, teilte das Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die Schweiz rief die Parteien in Sri Lanka zum politischen Dialog auf.

Das EDA rief Sri Lanka zudem auf, der humanitären Hilfe rasch und ungehindert Zugang zur Not leidenden Bevölkerung zu gewähren. Die Arbeit des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz IKRK und der UNO-Organisationen in Sri Lanka müsse im Einklang mit dem internationalen humanitären Völkerrecht ermöglicht werden. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon will sich am Freitag persönlich ein Bild von der humanitären Lage im Norden der Insel machen.

Seit 1983 sind dem Bürgerkrieg in Sri Lanka mindestens 70’000 Menschen zum Opfer gefallen. Tausende flohen, viele davon auch in die Schweiz. Laut dem Bundesamt für Migration lag der Bestand der ausländischen Wohnbevölkerung aus Sri Lanka Ende vergangenen Jahres bei 27’721 Personen.

Die Zahl der Asylgesuche sri-lankischer Staatsangehöriger ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Für das Jahr 2009 sei mit einer weiteren Zunahme zu rechnen. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe befürchtet massive Vergeltungsaktionen gegen die tamilische Bevölkerung und appellierte an die Schweizer Behörden, von negativen Entscheiden für tamilische Asylsuchende abzusehen und einen Wegweisungsstopp anzuordnen.

Die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats hat aufgrund der dramatischen humanitären Lage im Norden eine Motion verabschiedet, die den Bundesrat auffordert, 5 Mio. Franken für Nothilfe zur Verfügung zu stellen.

swissinfo.ch und Agenturen

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