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Unkonventionelle Polit-Gala

Gutgelaunte Garderobieren: Christiane Brunner (links) und Ruth Dreifuss. Keystone

SP-Spitzenvertreter an der Garderobe, hinter der Bar und bei der Ticket-Kontrolle - so gestalteten die Sozialdemokraten ihre Benefiz-Gala in Bern.

Die Sozialdemokratische Partei hat mit einem für die Schweiz eher ungewöhnlichen Anlass dazu beigetragen, ihre Finanzen aufzubessern: Die Benefizgala vom Freitagabend mit Kunstauktion und Rahmen-Programm hat der Parteikasse über 100’000 Franken eingebracht. Zur Party in Bern erschienen rund 400 Gäste.

Illustre Gesellschaft

Als Garderobieren wirkten im Hotel National Gesundheitsministerin Ruth Dreifuss und Ständerätin und SP-Präsidentin Christiane Brunner. Wer der notorisch angeschlagenen Partei unter die Arme greifen wollte, zahlte für das Ticket satte 222 Franken.

Unter den Anwesenden waren Prominente aus allen Sparten: Alt- Bundesrat Otto Stich und SBB-Chef Benedikt Weibel. Auch Bundesrat Moritz Leuenberger und Preisüberwacher Werner Marti liessen sich blicken.

Lesungen und Versteigerung

Auf dem Programm standen Lesungen von Mathias Gnädinger und Peter Bichsel sowie musikalische Einlagen von Marco Zappa, Walter Lietha, Hank Shizzoe, Corin Curschellas und des Ensembles Baroque. Dazwischen wurden rund 80 Kunstwerke versteigert, teilweise für mehrere tausend Franken, wie SP-Sprecher Jean-Philippe Jeannerat sagte.

Fundraising-Aktion «Cash Up»

Die Benefizgala sei ein Erfolg gewesen, sagte Jeannerat am Samstag. Die Parteileitung sei den Veranstaltern und den Gästen dankbar. Die Gesundung der Finanzen mittels diverser Sanierungs-Massnahmen habe beschleunigt werden können.

Die finanzielle Situation der Partei hatte sich bereits im letzten Jahr verbessert: Für die Rechnung 2001 werden schwarze Zahlen erwartet, und noch vor den nächsten Wahlen will die Partei wieder fit sein. Im Jahr 2000 hatte die Partei einen Verlust von 430’000 Franken hinnehmen müssen.

Die Gala wurde von einer Gruppe um den Bündner Werber und Parteigenossen Andy Bühler organisiert. Er hatte sich vor der Veranstaltung optimistisch gezeigt, dass diese 225’000 Franken einbringen könne.

swissinfo und Agenturen

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