Volksinitiative:15 Franken pro Tag und Kind
Die christlichen Gewerkschaften (CNG) fordern eine Verdoppelung der Kinderzulagen auf 15 Franken pro Kind und Tag. Kinder seien heute zu einem Armutsrisiko geworden, hiess es bei der Präsentation des Initiativprojekts "Für faire Kinderzulagen".
Familienpolitik sei zwar in aller Munde, die bisherigen Vorstösse mit Steuererleichterungen und Sozialhilfe seien aber untauglich, sagte CNG-Präsident Hugo Fasel am Donnerstag (19.07.) in Bern.
Einheitliche Zulagen
Mit der Initiative «Für faire Kinderzulagen» wolle der CNG deshalb einen neuen Weg gehen und Druck auf das Parlament machen. Die christlichen Gewerkschaften wollen eine Kinderzulage von 15 Franken pro Tag und Kind in der Verfassung verankern.
Die heutigen kantonalen Regelungen würden damit vereinheitlicht, der Aufwand würde von heute 4,1 Mrd. Franken auf 9,2 Mrd. Franken mehr als verdoppelt. Mit 15 Franken pro Tag würde laut CNG rund die Hälfte der effektiven Kosten für Kinder gedeckt.
Armutsrisiko Kinder
Kinder seien heute zu einem Armutsrisiko geworden, sagte Fasel. Rund eine halbe Million Kinder lebe heute in der Schweiz unter oder am Existenz-Minimum. Kinderzulagen seien das richtige Instrument, um die Lage der Mehrheit der Familien zu verbessern.
Im Gegensatz zu Steuersenkungen oder Bedarfsleistungen würden Kinderzulagen allen Familien zugute kommen. Die heutigen Kinderzulagen seien jedoch zu tief und leisteten keinen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des Familienbudgets.
Die Finanzierung der neuen Kinderzulage soll durch die bereits heute bestehenden Arbeitgeberbeiträge und durch Bund und Kantone übernommen werden.
Der Christlichnationale Gewerkschaftsbundes (CNG) entscheidet am 9. November über die Lancierung der Initiative.
swissinfo und Agenturen
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