Wenn jetzt Wahlen wären…….
Würde die SVP - gemäss Umfrage - Siegerin und 26% der Stimmen erhalten. Zulegen auf 24% würde die SP, die FDP bei 20% stagnieren. Die CVP läge bei noch 13%.
Die von Isopublic im Auftrag des «SonntagsBlick» durchgeführte Umfrage kommt für die SVP auf einen aktuellen Stimmenanteil von 26%. Das sind vier Prozentpunkte mehr als bei der Umfrage im Oktober und 3,5 Prozentpunkte mehr als bei den Wahlen von 1999.
Die SP steigert sich im Vergleich zum Oktober um zwei Prozentpunkte auf 24% und liegt damit 1,5 Prozentpunkte über dem 99-er Resultat.
Für die FDP ergibt sich laut Umfrage eine Stagnation bei 20%. Dies entspreche dem Wahlresultat von 1999, sei aber zugleich vier Prozentpunkte unter dem Wert der Freisinnigen vor der Swissair-Krise.
Einen Rüchschlag müsste laut Umfrage die CVP hinnehmen – von 16% auf noch 13%.
Swissair-Krise schenkt ein
Als Hauptgrund für den starken Zulauf zur SVP orten die Autoren die Swissair-Krise, wo die Partei mit ihrem Nein zu den Bundesmilliarden die Unzufriedenen abgeholt habe.
Vorwiegend aus den Ereignissen um die Swissair erkläre sich auch der Aufwind bei der SP, die sich als Triebfeder und klarste Befürworterin der Bundeshilfe profiliert habe.
Die Umfrage wurde zwischen dem 17. bis 19. Dezember bei 1007 Stimmberechtigten in der Deutschschweiz und der Romandie durchgeführt.
Eine Hardcore FDP?
Der SonntagsBlick schreibt in seiner Ausgabe, dass es der SVP-Gewaltige Christoph Blocher selber war, der interveniert habe und die SVP auf den Neinkurs zu den Swissair-Milliarden gebracht habe. Jetzt könne die Partei die Früchte ernten.
Doch Christoph Blocher werde allmählich alt und müde (er ist 61-jährig), habe Angst um die SVP. Allerdings, bevor er abtrete, so der SonntagsBlick, wolle er die SVP zur «Hardcore-FDP» machen. Das mit Leute, wie die Zeitung weiter schreibt, «im rechten Lager des Freisinns stehen könnten.» Denn ohne Blocher, so kann man weiter lesen, sei die heutige SVP – sein politisches Lebenswerk – tot.
swissinfo und Agenturen
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