«Züri Fäscht» und 650 Jahre Eidgenossenschaft
Bundespräsident Moritz Leuenberger eröffnete am Freitagabend (06.07.) in Zürich die Feierlichkeiten zum 650-Jahre-Beitritt des Kantons und der Zwingli-Stadt in die Eidgenossenschaft. Das "Züri Fäscht erwartet über 1,5 Mio. Besuchende.
Zürich ohne die Schweiz und die Schweiz ohne Zürich – diese Vorstellung hat Moritz Leuenberger als Albtraum bezeichnet. Stattdessen rief er bei seiner Ansprache im Zürcher Hauptbahnhof zur 650-jährigen Zugehörigkeit Zürichs zur Eidgenossenschaft zu ständiger Erneuerung des Bundes auf, um den Frieden im Inneren und mit der Welt zu erhalten. «In Zürich spiegelt sich die Schweiz und in der Schweiz spiegelt sich Zürich», sagte er. Es gehöre zum «eidgenössischen Denken», Verschiedenheiten ohne Empfindlichkeiten und Ängste wahrzunehmen.
Österreichische Grenzstadt
Ohne den vor 650 Jahren mit den Urkantonen geschlossenen «ewigen» Bund wäre Zürich nach der Vermutung des Bundespräsidenten wahrscheinlich eine österreichische Grenzstadt geworden, denn Zürich habe im Jahre 1351 den Vertrag mit der Eidgenossenschaft nur geschlossen, um nicht den Habsburgern in die Hände zu fallen. «Und niemand hat dies bis heute bereut, Zürich nicht, die Schweiz nicht – obschon das ganze Land ständig und auch ein wenig argwöhnisch hierhin blickt», sagte Leuenberger.
«Züri Fäscht» am Bürkliplatz eröffnet
Am Auftakt zum diesjährigen «Züri Fäscht» nahmen auch Nationalratspräsident Peter Hess und Ständerats-Präsidentin Francoise Saudan sowie Delegationen aller Kantone, Liechtensteins und des benachbarten Deutschlands teil. Nach einem Umzug vom Hauptbahnhof auf den Bürkliplatz wurde dort das «Züri Fäscht» offiziell eröffnet.
Das Züri Fäscht ist das grösste Volksfest der Schweiz und findet alle drei Jahre statt. Am letzten Züri Fäscht 1998 vergnügten sich mehr als 1,5 Mio. Menschen in rund ums Zürcher Seebecken.
swissinfo und Agenturen
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