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Bundesrat Albert Rösti eröffnet den Redenmarathon in Fehraltorf ZH

Keystone-SDA

Bundesrat Albert Rösti hat am Freitagabend den Redenmarathon zum Nationalfeiertag eröffnet. In Fehraltorf im Kanton Zürich versprach er, dass der Bundesrat bezüglich Hitze und Trockenheit nicht untätig bleibe. Der Ball liege aber bei Kantonen und Gemeinden.

(Keystone-SDA) «Die Hitze beschäftigt uns alle und plagt uns, auch die Landwirtschaft leidet», sagte der SVP-Bundesrat vor einem voll besetzten Festzelt, das sich unangenehm aufgeheizt hatte. Mehrere hundert Fehraltorferinnen und Fehraltorfer nahmen dies aber in Kauf.

Für Rösti ist klar, dass «wir die Leute vor der Hitze und der Trockenheit schützen müssen. Aber nicht von oben herab», sagte er. Es könne nicht sein, dass der Bundesrat dazu Vorschriften mache. Die Initiative müsse von den Gemeinden und Kantonen kommen. «Schon heute plant eine Gemeinde den Umbau eines Platzes doch anders als früher.»

Mit dem Superpuma auf die Alpen

Der Bund bleibe aber nicht untätig, versprach er. So werde aktuell angestrebt, die Futtermittelzölle zu reduzieren, um mehr Futter importieren zu können. Eine weitere Möglichkeit sei es, mit Superpuma-Helikoptern der Armee Wasser auf die Alpen zu fliegen. Kanton und Gemeinden müssten sich dafür aber melden. «Nicht umgekehrt.»

Gemäss Rösti «brodelt und brennt es» derzeit an vielen Orten auf der Welt. Die ruhigen und stabilen Jahre des Aufschwungs lägen hinter uns. Historisch gesehen seien diese aber ohnehin die glückliche Ausnahme gewesen, nicht die Regel.

«Etwas zynisch für eine 1. August-Rede»

«Was wir jetzt erleben, ist die Rückkehr zur Normalität.» Das klinge jetzt etwas zynisch für eine 1. August-Rede, aber es liege auch Trost darin. Denn trotz aller Bedrohungen existiere die Schweiz immer noch, und sie werde es weiterhin tun.

Denn sie habe im Lauf der Jahrhunderte gute Rezepte entwickelt, wie sie durch die Wirren der Zeit steuern könne: Freie Wirtschaft, Eigenverantwortung, direkte Demokratie, Föderalismus und möglichst grosse Eigenständigkeit. «Deshalb dürfen wir mit grosse Zuversicht in die Zukunft blicken, auch wenn diese ungewiss sein mag.»

Nach seiner Rede im Zürcher Oberland flog Rösti mit seiner Frau Theres direkt weiter zur Bundesfeier nach Val Müstair in Graubünden, wo die Temperaturen etwas angenehmer waren. Am 1. August stehen dann Auftritte in St. Moritz, Sigriswil BE und in seiner Berner Heimatgemeinde Uetendorf auf dem Programm.

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