Bundesratspläne zur Lex Koller sorgen für Frontenbildung
Die Vernehmlassung zur geplanten Verschärfung der Lex Koller hat eine tiefe Kluft zwischen den politischen Lagern offenbart. Während Wirtschaftsverbände und Immobilienfirmen vor gravierenden Nachteilen warnen, begrüssen linke und rechte Pol-Parteien die Vorlage.
(Keystone-SDA) Der Bundesrat will mit der Verschärfung auf die angespannte Lage am Wohnungsmarkt reagieren. Personen im Ausland sollen künftig keine Aktien von börsenkotierten Wohnimmobiliengesellschaften mehr kaufen dürfen. Die Vernehmlassung zu den Plänen endete am Mittwoch.
SP und SVP unterstützten die Vorlage. Ausländisches Kapital heize die Immobilienpreise an, argumentierten sie.
Wirtschaftsverbände, die Mitte-Partei und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) lehnten die Pläne hingegen ab. Sie warnten vor Nachteilen für den Wirtschaftsstandort. Mehrere Immobilienfirmen drohten mit einem Rückzug von der Börse. Die vorgeschlagene Prüfpflicht sei unrealistisch, sagte Hiag-CEO Marco Feusi.