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Spanien stellt Steuersündern ein Ultimatum

Spaniens Finanzfahnder sind Medienberichten zufolge rund 3000 spanischen Steuersündern mit Konten in der Schweiz auf die Spur gekommen. Die Schweiz kann diese Meldung weder bestätigen noch dementieren.

Es gehe um Geldanlagen von insgesamt rund sechs Milliarden Euro, schrieben die Madrider Wirtschaftszeitung Expansión in ihrer Online-Ausgabe und die Zeitung El País.

Den Kontoinhabern sei ein Ultimatum gestellt worden, bis am 30 Juni ihre in Spanien fälligen Steuern inklusive Zinsen und eine Geldstrafe zu zahlen. Die Frist sei nun bis am 5. Juli verlängert worden.

Der Hinweis auf die mutmasslichen Steuerhinterzieher sei von den Behörden in Frankreich gekommen. Die französischen Steuerbehörden hätten ihre spanischen Kollegen auf Grund der in der Genfer Filiale der Bank HSBC gestohlenen CD mit Steuerdaten informiert.

«Gemäss einer dem Dossier nahestehenden Quelle hat die Steuerbehörde deshalb eine so kurze Frist gesetzt, damit diese Millionen (Euros), die in den den Jahren 2005 und 2006 erwirtschaftet worden sind, legalisiert werden», schreibt El País.

Mario Tuor, Experte in der Abteilung für Internationales der Eidgenössischen Steuerverwaltung, bestätigte gegenüber swissinfo.ch, dass die Schweiz die Informationen prüfe, sie im Moment aber weder bestätigten noch dementieren könne.

Auch die Finanzbehörden in Madrid wollten den Bericht weder bestätigen noch dementieren. Die spanische Regierung hatte angesichts der Schuldenkrise des Landes den Kampf gegen den Steuerbetrug zu einer ihrer Prioritäten erklärt.

swissinfo.ch und Agenturen

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