Aus der Traum
Fünf Jahre nach der Promotion steigt das Schweizer Fedcup-Team wieder aus der Weltgruppe ab. Patty Schnyder und Myriam Casanova verloren gegen Schweden 2:3.
Im abschliessenden Doppel hatten die Schweizerinnen alle Chancen, die Reise nach Südschweden trotz des 0:2-Rückstandes nach dem Starttag zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen.
Patty Schnyder und Myriama Casanova hatten am zweiten Tag ihre Einzel gewonnen und auf 2:2 ausgeglichen. Doch dann verloren die Schweizerinnen das entscheidende Spiel gegen Asa Svensson/Sofia Arvidsson 6:3, 3:6, 5:7.
Im Entscheidungssatz des Doppels führten Schnyder/Casanova 3:0 und hatten einen Gameball zum 4:0. Später führten sie noch 4:2, ehe sie abbauten, während vor allem Sofia Arvidsson immer stärker wurde.
Bei 4:5 konnten die Schweizerinnen noch einen Matchball abwehren, Myriam Casanova gab dann aber ihren Aufschlag zu Null ab, ehe Schnyder das letzte Game mit vier Fehlern im Alleingang verlor. Beim Matchball setzte sie symptomatisch einen leichten Smash ins Netz.
Zukunft mit Fragezeichen
Fünf Jahre nach dem Aufstieg (5:0 gegen Argentinien) muss sich die Schweiz wieder nun wieder mit den Niederungen der Euro-/Afrika-Zone anfreunden. Im April gilt es, in einer Round-Robin-Poule die Qualifikation für die nächstjährige Barrage zu schaffen.
Teamchef Zoltan Kuharszky hofft, dass der Grossteil wieder mit von der Partie ist: «Dieses Team plus Emmanuelle Gagliardi wäre gut. Auf Martina Hingis darf man sicher nicht hoffen und der Fall Mikaelian ist so verworren, dass ich keine Ahnung habe, wie er sich entwickelt.»
Während sich Patty Schnyder noch nicht festlegen mochte, ob sie erneut zur Verfügung steht sorgte Myriam Casanova wenigstens noch für einen unterhaltsamen Epilog: «Wenn ich jemals wieder aufgeboten werde, bin ich dabei…»
swissinfo und Agenturen
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