Basel und Lausanne überstehen UEFA-Cup-Qualifikation
Der FC Basel und Lausanne haben sich für die erste UEFA-Cup-Hauptrunde qualifiziert. Basel setzte sich gegen Folgore (San Marino) mit dem Gesamtscore von 12:1 durch; Lausanne stiess Cork City (Irland) mit dem Gesamtresultat von 2:0 aus dem Wettbewerb.
Klare Sache für Basel: 7:0-Heimsieg
Mindestens um einen Treffer deutlicher als im Hinspiel (5:1) sollte der Sieg vor eigenem Publikum ausfallen, hatte Basel-Trainer Gross von seinen Spielern verlangt. Schon zur Pause war dieses Ziel erreicht, lagen die Basler doch locker 5:0 voraus. Muff (7.) und Magro (19./21.), die schon im Hinspiel zusammen dreimal erfolgreich waren, sorgten für eine schnelle 3:0-Führung.
Danach trafen auch noch Cantaluppi (31.) und der für Topskorer Tchouga eingewechselte Tholot (39.) ins Netz. Tchouga war mit leichten Muskelproblemen vom Feld gegangen, kurz nachdem er einen Foulpenalty nicht an Folgore-Ersatzgoalie Ciacci vorbeigebracht hatte (31.). Cantaluppi bügelte den Fehler Tchougas allerdings im Nachschuss zum 4:0 aus.
Mit dem 5:0 zur Pause hatten die Basler nicht nur die Vorgabe ihres Trainers haargenau erfüllt, sie egalisierten auch den bisher höchsten Europacup-Sieg des FCB aus dem Jahre 1973, als Fram Reykjavik mit 5:0 und 6:2 eliminiert worden war. Danach wechselte zwar das Spielgeschehen nicht wesentlich, doch Tore wollten gegen den höchstens 2.-Liga-Niveau verkörpernden Gegner, der erstmals im Europacup mitmachte, plötzlich keine mehr fallen.
Nach 81 Minuten klappte das Toreschiessen dann doch plötzlich wieder. Der wirblige Tholot bediente Koumantarakis und der Südafrikaner musste aus fünf Metern nur noch ins leere Tor schieben. Vier Minuten später war der höchste Europacup-Sieg der Basler in bisher 36 Spielen seit Einführung des UEFA-Cups Tatsache: Tholot schloss die Vorarbeit von Koumantarakis mit einem Kopftor zum 7:0 ab.
Lausanne mit Mühe: Erneut 1:0
Lausanne steht zum dritten Mal in Folge in der 1. Runde des UEFA-Cup. Die Waadtländer blieben im Qualifikations-Rückspiel beim irischen Vertreter Cork City mit 1:0 erfolgreich. Mit dem gleichen Resultat hatten sie bereits auf der Pontaise gewonnen. Schütze des einzigen Treffers war Nachwuchsspieler Stéphane Gobet in der 61. Minute.
Innenverteidiger Gobet erzielte sein erstes Tor für Lausanne in einem Wettbewerbsspiel nach einem Corner des Franzosen Hellebuyck. Gobet – einst bei Echallens Junior unter dem jetzigen Servette-Trainer Lucien Favre – traf mit dem Kopf unhaltbar für Keeper Mooney, der sich gegen die Lausanner Stürmer Mazzoni und Kuzba wiederholt auszeichnen konnte.
Für Trainer Pierre-André Schürmann stand fest: «Wichtig ist, dass wir in der 1. Runde stehen. Wie wir diese erreicht haben, ist eigentlich egal. Gut gespielt haben wir allerdings nicht.» Eine Offenbarung war es in der Tat nicht, was Lausanne vor 6’500 Zuschauern im ausverkauften Turner-Cross-Stadion bot.
Der irische Vizemeister setzte den Schweizer Cup-Finalisten in der ersten Halbzeit stark unter Druck. Lausannes Goalie Rapo konnte sich mehrfach auszeichnenErst nach dem Wechsel kam Lausanne besser ins Spiel.
Mazzoni, dessen Einsatz wegen einer Bauchmuskel- Zerrung fraglich gewesen war, und Kuzba vergaben mehrmals Möglichkeiten zur Führung, ehe Gobet der entscheidende Treffer gelang, In der 76. Minute verhinderte Rapo mit einer weiteren Glanzparade gegen Morley den Ausgleich.
swissinfo und Agenturen
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