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Bucher ohne Glück

André Buchers erstes Rennen nach seiner Verletzung endete glücklos auf dem letzten Platz. Keystone

André Bucher endete im 800-Meter-Rennen in Monaco auf dem letzten Platz. Ob er an der EM in München teilnimmt, bleibt offen.

Auf den letzten 200 Metern fehlte André Bucher im Rennen des Golden-League-Meetings von Monaco die Kraft, um mitzuhalten. Er wurde vom ganzen Feld überspurtet und klassierte sich im 10. und letzten Rang.

Bucher nicht enttäuscht

Der Schweizer Weltmeister, der Ende April einen Stauchungsbruch im Fersenbein des linken Fusses erlitten hatte, war nach seinem ersten Freiluft-Start in diesem Jahr trotzdem «nicht enttäuscht». Er wollte 600 Meter lang «mitgehen und dann schauen, was noch heraus kommt».

Doch es zeigte sich, dass die Zwangspause nicht spurlos an ihm vorbei gegangen ist. Im letzten Viertel spielte der Schweizer keine Rolle mehr. Weltrekordler Wilson Kipketer aus Dänemark setzte sein eindrückliches Comeback in diesem Jahr als Sieger in Jahres-Weltbestzeit von 1:43,76 fort, am stärksten bedrängt vom amerikanischen Newcomer David Krummenacker, der ebenfalls noch unter 1:44 einlief.

In drei Monaten weg von der Spitze

«Jetzt hat man gesehen, wie wenig es braucht, um von der Spitze zu verschwinden», sagte Bucher. «Letztes Jahr habe ich hier gewonnen, nun wurde ich Letzter. Aber die 10 bis 12 Wochen, die mir fehlen, lassen sich nicht einfach wegradieren. Das Laufgefühl ist noch nicht richtig da, ich kann noch nicht ohne Kraftverlust mitrollen.»

Bucher benötigte laut eigener Aussage auf den ersten 600 m zu viel Kraft, die ihm am Ende fehlte. «Dass dann einer nach dem anderen vorbei lief, spielte auch keine Rolle mehr.»

EM in Frage gestellt

Den Entscheid, ob er an den Europameisterschaften Anfang August in München teilnehmen wird oder nicht, will Bucher erst in ein paar Tagen fällen.

«Ich möchte sehen, wie schnell ich mich nach diesem Wettkampf erhole und wie die nächsten Trainings heraus kommen. Erst dann weiss ich, ob es einen Sinn hat, in München zu starten.»

swissinfo und Peter A. Frei (Si)

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