Donders und Della Santa für Sydney qualifiziert
Die Sprinterin Mireille Donders und der Hürdenläufer Paolo Della Santa haben sich am Wochenende (29.-30.07.) an den Schweizer Meisterschaften in Lugano über 200 m respektive 110 m Hürden definitiv für die Olympischen Spiele in Sydney qualifiziert.
Donders gewann das Rennen über 200 m in der Saisonbestzeit von 23,06 Sekunden, Della Santa musste sich von Raphael Monachon, der seinen vierten Titel holte, um eine Hundertstelsekunde geschlagen geben.
Ein erfolgreiches Comeback gab Marcel Schelbert, der den 400- m- Hürden- Final in einer Zeit von 50,78 Sekunden gewann und damit 1,18 Sekunden über der Olympia- Limite blieb. «Bei einem optimalen Lauf wäre ich wohl drei bis vier Zehntel schneller gewesen», sagte Marcel Schelbert, der in Lugano «etwas für den Kopf» tun musste und nun an der Grundschnelligkeit arbeiten will, um die Olympia- Limite zu schaffen.
Enttäuschte Anita Weyermann
Anita Weyermann musste über 1500 m Sabine Fischer, der sie zur Olympia- Limite (4:08,00) zu verhelfen wollte, den Vortritt lassen. Weyermann konnte allerdings nur die ersten 400 m für Fischer die Führungsarbeit übernehmen, da ihre Kräfte bald nachliessen. Nach 850 m brach sie ein, musste sich etwas erholen und erkämpfte sich schliesslich auf den letzten 200 m den zweiten Platz.
«Sydney schreibe ich so lange nicht ab, bis es nicht mehr möglich ist», sagte die 1500-m-WM- und EM-Dritte zwar. Aber nach Luzern am 26. Juni (4:31,35) und nun mit 4:25,70 enttäuschte die Rekordhalterin (3:58,20) erneut.
Starker Bucher in 46,32
Die 4×400- m- Staffel ist dank Laurent Clerc (46,14), Alain Rohr (46,32), André Bucher (46,32) und Nicolas Bäriswyl (46,77) der geforderten Qualifikationszeit von 184,80 Sekunden (Durchschnitt 46,20) bis auf 75 Hundertstel nahe gerückt. Enttäuschend lief bei seinem zweiten 400-m-Start Rekordhalter Mathias Rusterholz, der in 47,29 Sekunden nur Fünfter wurde.
«Ich habe das Rennen ideal eingeteilt», freute sich der 800-m-Rekordhalter André Bucher, für den die beiden 400- m- Einsätze ein Tempotest nach drei Wochen St. Moritz bedeuteten. Nach 46,71 im Vorlauf lief er 46,32 Sekunden und unterbot damit seine persönliche Bestmarke von 46,53 aus dem Frühjar um 31 Hundertstel.
swissinfo und Agenturen
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