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Ein guter Freund!

Ein griechischer Freund bringt den Bündner Kantonspolitiker Peter Aliesch (Bild) in Schwierigkieten. Keystone

Der mutmassliche griechische Betrüger Panagiotis A. Papadakis hat den Graubündner Justizdirektor Peter Aliesch in einem TV-Interview entlastet. Aliesch sei ein sehr guter Freund; nie habe er mit ihm über eine Aufenthalts-Bewilligung gesprochen.

In der politischen Sendung «Rundschau» von Schweizer Fernsehen DRS am Mittwoch (25.07.) bezeichnete Papadakis sein Verhältnis zum amtierenden Vorsteher des Graubündner Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartementes als rein freundschaftlich: «Es gab keine andere Beziehung zwischen uns, er war ein sehr guter Freund».

Nie über Aufenthalts-Bewilligung gesprochen

Der Financier verneinte die Frage, ob er – als er in der Schweiz Probleme hatte mit der Aufenthaltsbewilligung – jeweils mit Aliesch darüber gesprochen habe: «Ich habe ihn nie damit belästigt, denn ich respektierte seine Stellung».

Der Grieche hatte Aliesch zu Ferien nach Griechenland eingeladen und ihm auch andere Geschenke bezahlt. Im Gegenzug soll ihm der Polizeidirektor dafür Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen verschafft haben. Eine Anzeige diesen Inhalts hat die Zürcher Bezirksanwaltschaft letzte Woche erhoben.

Aliesch räumt Ferienreisen und Geschenke ein. Er bestreitet aber, dem Griechen dafür dienlich gewesen zu sein. Als er diesen kennengelernt habe, sei er bereits im Besitz aller Bewilligungen gewesen, hatte Aliesch am letzten Dienstag gesagt.

Der Bündner Polizeidirektor Peter Aliesch steht unter Verdacht der passiven Bestechung. Die Zürcher Bezirksanwaltschaft III beantragte bei der Bündner Staatsanwaltschaft die Aufnahme von Ermittlungen. Um gegen Aliesch zu ermitteln, muss erst dessen politische Immunität aufgehoben werden. Zu den konkreten Vorwürfen wollte die Staats-Anwaltschaft Graubünden bislang keine Stellung nehmen.

Regierungsrat Peter Aliesch befürwortet selber die Aufhebung seiner Immunität. Das Gesuch um die Einleitung des Verfahrens zur Aufhebung der Immunität wird in der nächsten Session des Kantonsparlamentes behandelt.

swissinfo und Agenturen

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