Federer und Rosset weiter
Die beiden Schweizer Roger Federer und Marc Rosset haben in Gstaad die zweite Runde erreicht. Federer bezwang den Marokkaner Hicham Arazi und Rosset seinen Landsmann George Bastl.
Nach mehreren Erstrunden-Pleiten gab Roger Federer auf dem Gstaader Center Court gerne zu, dass ihm mit dem 6:4, 6-3-Premieren-Sieg im Berner Oberland ein grosser Stein vom Herzen gefallen war. Schon vor zwei Jahren habe er in Gstaad gut gespielt, nur sei damals mit Startgegner Corretja die Auslosung schlecht gewesen.
«Enorm wichtig in Gstaad ist, dass man abwartend spielt. Wenn man den Gegner vom Platz schiessen will, unterlaufen einem wegen der Höhenluft viele Fehler.» Federers Abwarte-Taktik ging auf: Im ersten Satz hielt Arazi bis zum 4:4, im zweiten Satz bis zum 3:3 mit. Dann gewann Federer die «big points», schaffte drei Breaks und brachte zum 6:4 im ersten Satz den Aufschlag durch.
Für das US-Open qualifiziert
Während Federer bereits seinen 36. Einzelsieg in dieser Saison feierte, gewann Marc Rosset mit seinem Dreisatz-Sieg über Bastl erst sein fünftes Einzel 2002 auf der ATP-Tour. Nach knapp zweieinhalb Stunden verwertete Rosset gegen den Waadtländer den zweiten Matchball. Während der gesamten Spielzeit gab es bloss zwei Breaks: einen für Bastl zum 5:3 im zweiten Satz und den entscheidenden für Rosset zum 3:1 im dritten Satz.
Rosset verdiente sich den Sieg, weil er im letzten Satz deutlich stärker war und bei eigenem Aufschlag bloss noch zwei Punkte abgab. Für den Genfer war dieser Erfolg einer der wichtigeren Siege in den letzten Monaten. Er bringt ihn wieder unter die Top 100 der Weltrangliste, sichert ihm die direkte Qualifikation für das Ende August beginnende US-Open, aber vor allem, so Rosset, «bestätigt er die Aufwärtstendenz der vergangenen Wochen.»
Rosset erfährt erst am Mittwoch, gegen wen er einen Tag später in den Achtelfinals anzutreten hat. Wegen eines Gewitters, das unmittelbar nach Roger Federers Partie über Gstaad hereinbrach, konnten nicht alle Erstrunden-Begegnungen durchgeführt werden.
swissinfo und sda
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