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Gegen Kinderschändung im Cyberspace

Die Schweiz will der Pädophilie im Internet einen Riegel schieben. Keystone

Eine neue Spezialeinheit zur Bekämpfung der Pädophilie im Internet soll im ersten Quartal 2002 ihre Tätigkeit aufnehmen.

Die neue Einheit wird etwa zehn Leute umfassen, wie Danièle Bersier, Sprecherin des Bundesamtes für Polizeit (BAP), sagte. Eine erste Spezialeinheit war 1998 gebildet worden. Dieser gehörten zwei Beamte an, die je zu 50% angestellt waren. Dabei habe es sich um ein Pilotprojekt gehandelt, das nun als Basis für die neue Einheit diente, so Bersier.

Beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) habe man feststellen müssen, dass die anfallende Arbeit von zwei Leuten nicht bewältigt werden könne. Deshalb sei eine neue Struktur geschaffen worden.

Suche nach pädophilem Inhalt

Zu den Aufgaben der Spezialeinheit gehört die Suche nach Internet-Sites mit pädophilem Inhalt und die Entgegennahme von Anzeigen und deren Weiterleitung an die Kantone. Zudem soll die Einheit die Situation in der Schweiz analysieren.

Vehement gefordert

Gegen die Aufhebung der ersten Spezialeinheit im Jahr 1999 hatten Organisationen, die gegen Pädophilie im Internet kämpfen, vehement protestiert. SP-Nationalrat Pierre Tillmanns und seine Ratskollegin Regine Aeppli Wartmann reichten entsprechende Interpellationen ein. Auch der Kanton Genf forderte die Reaktivierung der Spezialeinheit.

Am 11. Dezember 2001 nahm der Nationalrat eine Motion der Rechtskommission der Grossen Kammer an. Darin wird empfohlen eine Spezialeinheit zu bilden, die sich kompetent mit organisiertem Verbrechen an Kindern befasst. Auch wird vorgeschlagen, Pädophilie im Internet als Delikt ins Strafgesetz aufzunehmen.

swissinfo und Agenturen

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