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Geldwäscherei: 50 Millionen blockiert

Die Schweiz hat wegen Geldwäscherei-Verdachts 50 Mio. Franken aus Brasilien blockiert. Keystone Archive

Die Schweizer Behörden ermitteln gegen acht brasilianische Staatsangehörige. Es geht um Verdacht auf Korruption.

Die Bundesanwaltschaft hat 50 Mio. Franken auf Schweizer Bankkonten wegen Verdacht auf Geldwäscherei blockiert.

Die 50 Mio. Franken verteilen sich auf mehrere Bankkonten in der Schweiz, wie Andrea Sadecky, stellvertretende Mediensprecherin der Bundesanwaltschaft, gegenüber swissinfo bestätigt. Die Bundesanwaltschaft macht jedoch keine Angaben, um welche Bank oder welche Banken es sich handelt.

Die Schweizer Behörden ermitteln seit August 2002 gegen mehrere brasilianische Staatsangehörige. Es gehe um mutmasslich deliktische Gelder in Höhe von rund 50 Mio. Franken, schreibt die Bundesanwaltschaft in einer Medienmitteilung.

Die Gelder wurden blockiert.

Verdacht auf Geldwäscherei



Die angeschuldigten brasilianischen Staatsangehörigen werden der Geldwäscherei verdächtigt. Die Herkunft der Gelder sei ungeklärt und könnte mit Korruptions-Handlungen im Ausland in Verbindung stehen, schreibt die Bundesanwaltschaft. Im Hinblick auf den Verfahrensverlauf sei es nicht möglich, weitere Informationen zu veröffentlichen.

Die Schweiz hat ein Rechtshilfegesuch an Brasilien gerichtet. Kürzlich ist ein Bundesanwalt nach Brasilien gereist, um vor Ort nähere Abklärungen vorzunehmen, wie Andrea Sadecky weiter erklärt.

Chef der Steuerverwaltung des Staates Rio entlasssen

Die Angelegenheit dürfte in Zusammenhang stehen mit einer Korruptions-Affäre, die in den brasilianischen Medien seit einigen Wochen Schlagzeilen macht. Die Bundesanwaltschaft bestätigte den Zusammenhang allerdings am Dienstag nicht.

Am vergangenen Donnerstag wurde der Chef der für die Firmenbesteuerung zuständigen Steuerverwaltung des Staates Rio de Janeiro entlassen. Gemäss dem renommierten brasilianischen Wochenmagazin «Istoé» handelt es sich beim Entlassenen um den Hauptverdächtigen in der Afffäre. Er soll fast 15 Mio. Franken auf einem Bankkonto in der Schweiz deponiert haben.

Auch bei den andern Verdächtigen soll es sich um sieben Beamte der für die Firmenbesteuerung zuständigen Steuerverwaltung in Rio de Janeiro handeln. Gemäss «Istoé» haben die Beamten den Firmen allzu grosszügige Steuerrabatte gewährt und im Gegenzug Schwarzgeld einkassiert. Dieses hätten sie dann auf Schweizer Bankkonten transferiert.

Im August 2002 habe eine Schweizer Bank aufgrund eines Geldwäschereiverdachts -so der Artikel im Magazin «Istoé» weiter – die Schweizer Bundesanwaltschaft eingeschaltet.

swissinfo, Andreas Keiser

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