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Kimena und Stéphane gewinnen

Kimena Brog Meier fliegt ihrem Sieg beinahe entgegen. Keystone

Die noch nicht 15-jährige Kimena Brog Meier sowie Titelverteidiger Stéphane Lambiel gewannen an den Schweizer Eiskunstlauf-Meisterschaften in Zürich-Oerlikon überlegen die Titel.

Die anhaltenden Knieprobleme bei Kimena Brog Meier, ein enormer Erwartungsdruck und eine kleinere Fussverletzung bei Stéphane Lambiel machten die Aufgabe für die beiden Favoriten nicht einfach. In Abwesenheit der verletzten Sarah und Patrick Meier erwiesen sich die jungen Talente jedoch als standhaft und boten zwei nahezu makellose Darbietungen.

Eine der jüngsten Schweizer Meisterinnen

Nach zweimal Silber darf sich Kimena Brog Meier als eine der jüngsten Schweizer Meisterinnen in die Geschichtsbücher eintragen lassen. Die Luzernerin sprang in ihrer Kür zu Flipper-Soundtrack vier verschiedene Sprünge dreifach und verzichtete lediglich auf den Dreifach-Lutz, der ihr zur Zeit Schwierigkeiten bereitet.

«Angesichts der Vorbereitung war es eine gute Leistung. Ich habe mir gesagt, jetzt musst du es wirklich mal bringen», sagte Kimena Brog Meier, deren Benotung bis 5,6 hinaufging. Mit jener Kimena, die vor zwei Jahren als Newcomerin brilliert hatte, lässt sie sich jedoch nicht mehr vergleichen.

«Technisch war das damalige Programm zwar besser. Aber da war ich mehr als 20 cm kleiner, war ein Kind.» Nun hat sie sich gewandelt, hat an Reife und Ausdruck gewonnen und damit einen ersten Schritt zur kompletten Läuferin vollzogen.

Lambiel deutlich besser als im Training

Stéphane Lambiel (16) hatte zwar zwei Unsauberkeiten, ansonsten war seine Kür mit sieben Dreifachsprüngen und der Kombination Dreifach- Lutz/Dreifach-Toeloop das beste dieses Anlasses. Die neun Preisrichter zogen für den in Genf trainierenden Walliser Noten bis 5,9.

Mit enormem Power und Einfühlungs-Vermögen interpretierte er das Leben im Zirkus und einen Seiltänzer, den er auch mit dem Eiskunstläufer vergleicht. «Auch er kann etwas hundert Mal üben und dann abstürzen».

Mehr zu schaffen als der eigentliche Wettkampf machte ihm das Warten, zumal der Zeitplan um eine halbe Stunde in Verzug geraten war. «Ich wurde ungeduldig, das war ein Stress. Ich hatte richtig Angst», sagte der letztjährige EM-Neunte.

«Im Vergleich zu den Trainingsleistungen war dies heute sehr gut», bilanzierte Trainer Peter Grütter. «Er ist über sich hinausgewachsen. Und genau darin liegt sein Stärke.»

Bestnote für Eistanz-Elitepaar

Ohne Ranglistendruck setzte das einzige Eistanz-Elitepaar Eliane und Daniel Hugentobler mit seiner Kür zu einem Live-Mitschnitt von Gloria Gaynors «I will survive» der Veranstaltung die Krone auf. Höchstes Tempo, viel schnelle Fussarbeit und eine begeisternde Choreografie waren ausschlaggebend dafür, dass ein Preisrichter erstmals an Schweizer Meisterschaften die Bestnote 6,0 vergab.

swissinfo und Nicolas Russi (Si)

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