Leaderwechsel in der NLA
Nach der 8. NLA-Runde bleibt die Leader-Position im Tessin. Ambri übernimmt die Tabellenspitze dank einem 5:4-Sieg gegen Chur in der Overtime. Der bisherige Leader Lugano kassierte in Davos (0:7) die höchste Auswärtsniederlage seit acht Jahren.
Langnau gewann das erste Kantonsderby der Saison gegen Bern 3:1,Lausanne kehrte nach fünf Niederlagen in Serie gegen Fribourg (4:3)zum Siegen zurück. Rapperswil-Jona profilierte sich dank des 4:4 gegen die weiter verunsicherten ZSC Lions in der Spitzengruppe, wobei Dani Giger der Ausgleich erst sechs Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit gelang. Wie der Meister aus Oerlikon (11.) krebst Kloten (10./2:3 gegen Zug) weiter am Tabellenende.
Ambri nun vor Lugano
Ambri-Piotta löste mit einem zäh erkämpften 5:4-Overtime-Sieg gegen Aussenseiter Chur den Kantonsrivalen Lugano als NLA-Leader ab. Die Leventiner kehrten die Partie nach einem 2:4-Rückstand mit einem Sturmlauf im Schlussdrittel. Matchwinner war Michael Liniger mit drei Toren, darunter dem Siegtreffer sieben Sekunden vor Ablauf eines Überzahlspiels.
Dabei steuerte Ambri lange Zeit auf eine Niederlage zu. Denn die Nachwuchs-Goaliehoffnung Lorenzo Barenco zog einen rabenschwarzen Abend ein. Die Bündner führten nach ihren ersten fünf Torschüssen mit 3:0. Deshalb wurde Barenco nach gut elf Minuten bereits durch den wieder genesenen Pauli Jaks ersetzt.
Höchste Lugano-Niederlage seit acht Jahren
Lugano musste in Davos eine herbe Niederlage einstecken. Gleich 7:0 wurden sie abgefertigt: Sie verloren damit ihre Leaderposition an den Kantonsrivalen Ambri. Bei Davos feierte Torhüter Weibel neben dem Assist zum 1:0 auch noch einen Shutout – den vierten seiner Karriere.
Gianola und Bohonos erzielten mit ihren ersten Schüssen gleich zwei Tore und brachten Davos nach nur 1:05 Minuten in Führung. Lugano versuchte, den frühen Rückstand wieder wettzumachen, gab aber spätestens beim 3:0 in der 28. Minute durch Bohonos auf. Mit einem Eigentor 37 Sekunden vor Schluss des zweiten Drittels krönte Voisard die desolate Leistung der Luganesi.
Für Lugano bedeutete dieses Resultat neben dem Verlust des NLA-Leaderthrons die höchste Niederlage seit fast acht Jahren. Zuletzt hatten die Tessiner am 30. Januar 1993 in Kloten mit 1:8 mit sieben Toren Differenz verloren.
Powerplay rettete den Meister
Drei Tore in vier Überzahl-Gelegenheiten reichten den ZSC Lions, um in Rapperswil (4:4 n.V.) nach drei Niederlagen in Folge wenigstens einen Punkt zu gewinnen. Dani Giger rettete Rapperswil sechs Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit im Powerplay in die Verlängerung.
Die Linie mit Samuelsson, Zeiter und Micheli erinnerte in lichten Momenten an die Leistungen in der Finalserie gegen Lugano. Gleichwohl war den Zürchern in einer insgesamt sehr zerfahrenen Partie mit vielen Abspiel-Fehlern eine grosse Verunsicherung anzusehen.
Erstes Romandie-Derby an Underdog
Aufsteiger Lausanne konnte das erste Romandie-Derby dieser Saison für sich entscheiden. Die Underdogs aus dem Waadtland gewannen gegen Fribourg-Gottéron in der ausverkauften Malley 4:3und siegten nach fünf Niederlagen in Serie erstmals wieder.
Nach einem ersten Drittel mit einer miserablen Chancenauswertung eröffnete Fribourgs Roy in der 21. Minute das Skore mit einem «Hornusserschlag» von der blauen Linie.
Lausannes Reaktion liess nicht lange auf sich warten: knappe zwei Minuten später erzielten Schamolin und Häberlin innert 50 Sekunden zwei Treffer und verwandelten die mit 9928 Personen vollbesetzte Halle in ein Tollhaus. Kurz vor der zweiten Drittelspause sorgte Meier für das 3:1.
Danach war das Spiel nichts mehr für schwache Nerven. Mouther und Gaul glichen bis zur 55. Minute aus. Lausanne warf alles nach vorne und schaffte durch Orlandi postwendend die erneute Führung, die sie bis zum Ende halten konnten.
Berner Derby: Entscheid innert Sekunden
In Langnau ist der suboptimale Saisonstart vergessen: Dank des 3:1 im 75. Berner Derby gegen den SCB gab es im Emmental am Ende nur noch Jubel.
Die Entscheidung fiel in der 38. Minute innerhalb von bloss 23 Sekunden: Zuerst brachte Pascal Stoller mit einem Powerplay-Tor Langnau 2:1 in Führung, dann erhöhte Sascha Schneider auf 3:1. Nur zwei Minuten vorher hatte Marc Leuenberger für Bern ausgeglichen.
Der Erfolg der SCL Tigers war am Ende hoch verdient. Die Emmentaler erwischten den besseren Start und SCB-Torhüter Marco Bührer bereits nach 47 Sekunden mit dem ersten Schuss.
Bei Bern stimmte dagegen erneut wenig, auch nicht das Engagement: Torhüter Bührer sah bei den ersten beiden Gegentoren nicht gut aus und auch in der Offensive blieb der SCB zu unproduktiv. In drei der letzten vier Partien erzielten die Berner nur ein Tor (1:4 Fribourg, 1:3Rapperswil, 4:0 ZSC, 1:3 Langnau).
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