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Martina Hingis beim French-Open zum vierten Mal topgesetzt

Ab Montag (29.05.) macht sich Martina Hingis abermals auf, die letzte Lücke in ihrem Palmarès zu schliessen. Die in Paris zum vierten Mal in Serie topgesetzte Ostschweizerin will beim French-Open endlich den Titel gewinnen, den sie bislang verpasste.

Hingis erneut in der Favoritenrolle

Es ergab sich zuletzt immer die gleiche Szenerie: Hingis trat in Roland Garros als Favoritin an, konnte die Vorschusslorbeeren bei ihrem Lieblingsevent aber nie ganz rechtfertigen. Sie gelangte zwei Mal in den Final, musste aber bittere Niederlagen hinnehmen: 1997 gegen die als krasse Aussenseiterin angetretene Iva Majoli und im Vorjahr gegen die zwei Monate danach zurückgetretene Steffi Graf.

Auch in diesem Jahr dürfte der ersehnte Turniersieg in Roland Garros für Hingis zu einem schwierigen Unterfangen werden. Zum einen liess sie zuletzt in Berlin bei der Halbfinal-Niederlage gegen Conchita Martinez die gewohnte Souveränität vermissen, zum andern hat eine Entzündung im linken Fuss ihr Vorbereitungsprogramm auf das wichtigste Sandplatz-Turnier der Saison gestört und sie zur Absage der Hauptprobe in Rom veranlasst.

Monica Seles als Mitfavoritin

Trotzdem wird der Titelgewinn wohl auch beim diesjährigen French-Open über die Schweizerin führen, zumal sich in den vergangenen Wochen mit Ausnahme von Monica Seles keine ihrer Konkurrentinnen besonders hervor getan hat.

Die gebürtige Serbin aus den USA, die in Roland Garros zu Beginn der Neunzigerjahre dreimal in Folge triumphierte, zeigte ihre weiterhin vorhandene Klasse auf Sand mit den Turniersiegen auf Amelia Island und in Rom nachhaltig.

Neben Seles scheinen für eine Überraschung am ehesten noch die Spanierinnen Conchita Martinez und Arantxa Sanchez oder die Französin Amélie Mauresmo gut zu sein.

Zahlreiche Herausforderer für Agassi

Wie gewohnt ausgeglichen präsentiert sich Ausgangslage bei den Männern. Der als Nummer 1 gesetzte Titelverteidiger Andre Agassi sieht sich gleich von mehreren Herausforderern umringt.

Während sich der Amerikaner wie im Vorjahr vor Roland Garros rar machte und auf Sand nur in Atlanta (Niederlage in der 2. Runde) und in Rom (Achtelfinal) antrat, taten sich in den letzten Wochen gleich mehrere Spieler hervor.

In erster Linie sind die Gewinner der Masters-Series-Turniere, der Brasilianer Gustavo Kuerten (Hamburg), der Schwede Magnus Norman (Rom) und der Franzose Cédric Pioline (Monte Carlo), zu nennen.

Beeindruckend waren in den vergangenen Wochen auch die Vorstellungen des 20-jährigen Russen Marat Safin, Gewinner der Turniere auf Mallorca und in Barcelona.

Als «gefährlich und unberechenbar»sind zudem der Ekuadorianer Nicolas Lapentti, der Chilene Marcelo Rios, der Slowake Dominik Hrbaty sowie die Spanier Alex Corretja und Carlos Moya einzustufen.

Die Schweizer «Delegation» in Paris

Nimmt man bei den Schweizern, die direkt Aufnahme in die 128-er-Tableaux fanden, die Resultatein den bisherigen Sandplatz- Turnieren dieser Saison als Massstab, darf von ihnen – mit Ausnahme von Martina Hingis – nicht allzu viel erwartet werden.

Marc Rosset vermochte einzig mit der Achtelfinal-Qualifikation in Hamburg einigermassen zu überzeugen, Roger Federer schaffte in fünf Anläufen keinen einzigen Sieg, und George Bastl steht mit einer 1:2-Bilanz zu Buch. Bei Patty Schnyder herrscht nach drei Startniederlagen de suite Tristesse vor, derweil Emmanuelle Gagliardi wenigstens zweimal die Auftaktrunde überstand. Miroslava Vavrinec schliesslich erreichte bei kleineren Turnieren in Estoril und Budapest immerhin die Viertelfinals.

Dennoch besteht Hoffnung, dass sich die Schweizer Delegation in Roland Garros nicht schon nach den ersten Tagen auf Hingis beschränken wird. Rosset schied in den beiden Vorjahren wohl in der 1. Runde aus, realisierte aber vor vier Jahren seine bis heute einzige Halbfinal-Qualifikation auf Grand-Slam-Stufe. Und Schnyder, die wie Hingis das Turnier im Bois de Boulogne zu ihren bevorzugten Destinationen zählt, stiess 1998 bis in den Viertelfinal vor.

swissinfo und Agenturen

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