Martina Hingis verliert gegen Mary Pierce
Martina Hingis muss den Traum vom Gewinn ihres Lieblingsturniers in Paris um ein weiteres Jahr verschieben. Im Halbfinal des einzigen Grand-Slam-Turniers, das in ihrem Palmarès noch fehlt, unterlag Hingis der Französin Mary Pierce 4:6, 7:5, 2:6.
Pierce trifft in ihrem zweiten French-Open-Final nach 1994 auf Conchita Martinez, die Arantxa Sanchez im ersten Halbfinal 6:1, 6:2 deklassiert hatte.
Die Entscheidung im dritten Satz
Das entscheidende Break gelang Pierce zum 4:2 im Entscheidungssatz, anschliessend kämpften beide Spielerinnen gegen Krämpfe, und Pierce verwertete den zweiten Siegpunkt bei Aufschlag der Ostschweizerin.
Hingis war bereits im zweiten Durchgang kurz vor dem Out gestanden. Pierce hatte bei 5:4 einen Matchball, beging dann aber acht direkte Fehler, worauf Hingis den Durchgang noch 7:5 gewann.
Hingis hatte die letzten sieben Duelle allesamt in zwei Sätzen für sich entschieden und führte in der persönlichen Bilanz 10:5. Den Hauptunterschied machten das aggressivere Spiel von Pierce von der Grundlinie aus sowie der Aufschlag.
Obwohl Pierce insgesamt sieben Doppelfehler unterliefen, war ihr Service wesentlich effizienter, Hingis vermochte mit den hoch abspringenden Bällen nichts anzufangen. Als Achillesferse erwies sich einmal mehr der zweite Aufschlag. In den ersten beiden Sätzen gewann Hingis nur 15 Prozent der Punkte, die sie bei zweitem Service spielen musste.
Sanchez gegen Martinez chancenlos
Conchita Martinez hat im spanischen Halbfinale der French Open der dreifachen Siegerin Arantxa Sanchez-Vicario eine deprimierende Niederlage verpasst.
Die 28-Jährige aus Barcelona kam am Donnerstag in Paris in gerade einmal 79 Minuten zu einem 6:1, 6:2- Kantersieg gegen ihre gleichaltrige Club-Kollegin und steht damit zum ersten Mal im Endspiel des Grand-Slam-Tennisturniers.
swissinfo und Agenturen
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