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Massnahmen gegen Organmangel

Mit der Schaffung einer europäischen Kinderherzseite und der Zulassung von Spenden von Personen mit Herzstillstand will die Stiftung Swisstransplant dem Mangel an Spenderorganen beikommen.

Obwohl die Zahl der Organspenden 2008 zugenommen hat, ist die Warteliste von Patienten alarmierend angewachsen, teilt Swisstransplant mit. Am 1. Januar 2008 warteten 791 Menschen auf ein Spenderorgan, Anfang 2009 waren es 942.

Letztes Jahr starben 62 Personen, weil für sie kein lebensrettendes Organ gefunden werden konnte. 2007 waren es noch 50.

Die Zahl der Spenden hat 2008 um 11,1% zugenommen. Trotzdem liegt die Schweiz mit 11,8 Leichenspenden in Europa an drittletzter Stelle.

Swisstransplant will die Probleme mit einem so genannten Non-Heart-Beating-Donor-Programm angehen. Non-Heart-Beating-Spender sterben an einem Herzstillstand, bei dem das Herz trotz Wiederbelebungsversuchen nicht mehr reanimiert werden kann. Wegen gesetzlichen Unklarheiten sind zurzeit keine solchen Organspenden möglich.

Weiter will Swisstransplant eine europäische Kinderherzwebseite schaffen. Die Chance auf ein passendes Organ ist bei Kindern noch kleiner als bei Erwachsenen, weil sowohl Gewicht und Grösse als auch die Blutgruppen übereinstimmen müssen.

swissinfo und Agenturen

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