Mehr Nebenwirkungen bei Medikamenten gemeldet
Beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Meldungen über unerwünschte Vorkommnisse mit Heilmitteln eingegangen als im Vorjahr. Gegenüber 2002 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.
Die Zahl der Meldungen über unerwünschte Vorkommnisse mit Arzneimitteln für Menschen stieg gegenüber 2007 um 15% auf 4833, wie Swissmedic mitteilte. Die allermeisten Meldungen stammten von Ärzten oder von Pharmafirmen.
Erstmals hätten aber auch Patienten in grösserem Ausmass Gebrauch von ihrem im Heilmittelgesetz festgeschriebenen Melderecht gemacht, schreibt Swissmedic.
Neben den Medikamenten stellte Swissmedic auch bei den Blutprodukten und den Medizinprodukten einen Anstieg der Meldungen fest. Blutprodukte sind aus menschlichem Blut gewonnene Präparate, zu den Medizinprodukten zählen Kontaktlinsen, HIV-Tests oder Herzschrittmacher.
Leicht zurückgegangen ist die Zahl der Meldungen bei den Medikamenten für Tiere. Am häufigsten betroffen waren jene für Hunde, Katzen, Rindern oder Kälbern.
Spontane Meldungen über unerwünschte Vorkommnisse sind laut Swissmedic ein wichtiges Instrument, um neue Risiken von Medikamenten zu erkennen.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch