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Notlage im Schweizer Asylwesen

Die steigende Zahl der Asylbewerber setzt Kantone und Städte immer mehr unter Druck. Im Oktober wurden 24% mehr Gesuche verzeichnet als im September. Die Kantone Bern und Genf bauen nun ihre Kapazitäten aus.

Im Oktober verzeichnete die Schweiz 2116 neue Asylgesuche, wie das Bundesamt für Migration (BFM) auf seiner Homepage mitteilt. Im September waren es noch 1703 gewesen – 24% weniger.

Bereits seit einigen Monaten sind die Asylzahlen wieder am Steigen. So wurden in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 30% mehr neue Asylgesuche gezählt als in der Vorjahresperiode 2007.

Im Kanton Bern stellt die Stadt Biel deshalb zwei Zivilschutzanlagen als Unterkünfte für Asylsuchende zur Verfügung. Die Anlagen werden am 17. November respektive am 24. November geöffnet.

Der Kanton Genf wiederum verfügt nur noch während einigen Monaten über genügend Kapazitäten für Asylbewerber. Nun sucht der Kanton nach Lösungen, um nicht auch auf Zivilschutzanlagen zurückgreifen zu müssen.

Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf einigte sich letzten Donnerstag mit den Kantonen darauf, dass der Bund den Kantonen 25 Mio. Franken für deren Mehrkosten im Asylwesen bezahlt.

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