Radsportverband will ohne Olympiasieger Richard nach Sydney
Der Schweizerische Rad- und Motorfahrer-Bund (SRB/FCS) schlägt dem Schweizerischen Olympischen Verband (SOV) Oscar Camenzind, Laurent Dufaux, Mauro Gianetti, Markus Zberg und Alex Zülle zur Teilnahme am olympischen Strassenrennen in Sydney vor.
Camenzind und Zülle sollen zudem im Zeitfahren eingesetzt werden.
Das Aufgebot erfolgte auf Grund des Vorschlages von National-Coach Wolfram Lindner in Absprache mit dem Selektionsgremium (Rocco Cattaneo, Thomas Burch) des nationalen Radsport-Verbandes.
Bei den Selektionären keine Berücksichtigung fand Pascal Richard, der der Schweiz vor vier Jahren in Atlanta bei der erstmaligen Teilnahme von Radprofis am olympischen Strassenrennen Gold beschert hatte.
In einer durch Erkrankungen beeinträchtigten Saison waren die Ergebnisse des Waadtländers in den Augen der Selektionäre zu dürftig, obwohl Richard in der Dänemark-Rundfahrt von Anfang August (Gesamt-13.) mit einer ansprechenden Leistung aufgewartet hatte.
In der UCI-Weltrangliste wird der Romand unter den Schweizer Elite-Fahrern allerdings nur an 7. Stelle geführt. Die Nichtberücksichtigung für Sydney wird zur Folge haben, dass Pascal Richard seine Profikarriere nach 15 Jahren Dauer in diesem Herbst beendet.
In Sydney können im Strassenrennen maximal fünf Fahrer pro Nation eingesetzt werden. Zwei aus diesem Quintett sind zudem für die Prüfung gegen die Uhr zugelassen.
swissinfo und Agenturen
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