Strengere Sicherheitskontrollen
Nach dem Anschlagversuch auf ein US-Flugzeug hat die US-Flugsicherheits-Behörde FAA strengere Sicherheitskontrollen angeordnet. Sie gelten auch in Zürich-Kloten.
Künftig müssen Passagiere von US-Fluggesellschaften auch in Zürich-Kloten beim Sicherheits-Check die Schuhe ausziehen. Zusammen mit dem Handgepäck müssen die Schuhe auf das Band des Röntgengerätes gelegt werden, wie die Flughafen-Betreiberin Unique am Montag mitteilte.
Nach dem Durchschreiten des Bogens können die Reisenden ihre Schuhe wieder in Empfang nehmen. Die strengeren Sicherheits-Massnahmen gelten in Kloten ab Dienstag für sämtliche Passagiere, die mit einer US-amerikanischen Gesellschaft fliegen.
Genf-Cointrin vorerst nicht betroffen
Ob die Massnahme auch auf andere Airlines ausgedehnt wird, welche die USA anfliegen, stand laut Unique vorerst noch nicht fest.
Von den schärferen Sicherheits-Kontrollen vorerst nicht betroffen ist der Flughafen Genf-Cointrin, der von keiner US-Fluggesellschaft angeflogen wird.
Anklage erhoben
Während eines Fluges von Paris nach Miami in Florida hatte vergangenen Samstag ein Passagier einer Boeing 767 der American Airlines versucht, in seinen Schuhen verborgenen Sprengstoff zu zünden. Ein Unglück konnte verhindert werden, da Crew-Mitglieder und Passagiere den Mann überwältigen konnten. Verletzt wurde niemand.
Die US-Behörden erhoben derweil Anklage gegen den Mann. Dem 28-Jährigen wird vorgeworfen, eine Flugbegleiterin angegriffen zu haben. Darauf stehen bis zu 20 Jahre Haft.
Die Identität des Mannes war am Montag weiter unklar. Er trug einen britischen Ausweis auf den Namen Richard Reid. Scotland Yard teilte in London mit, der Verdächtige sei vermutlich britischer Staatsbürger.
Bisherigen Erkenntnissen zufolge trug der Mann zwei funktionsfähige, improvisierte Sprengsätze in seinen Sportschuhen, wie die US-Staatsanwaltschaft mitteilte. Vertreter des Flughafens erklärten, die entdeckte Substanz gleiche dem vom Militär entwickelten Plastiksprengstoff C-4. Die Ermittlungen dauerten an.
Auch in Frankreich wird ermittelt. Die Untersuchung soll klären, wie es dem Mann gelingen konnte, die Sicherheitskontrollen auf dem Flughafen Charles de Gaulle zu überwinden.
swissinfo und Agenturen
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