Weniger Anzeigen bei Hanf und Heroin
Die Verzeigungen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz sind in den letzten Jahren zurück gegangen. Vier von zehn Verzeigten wurden wegen Hanfkonsums angezeigt.
Dies zeigen die Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BfS) über die Betäubungsmitteldelinquenz der Jahre 1990 bis 2007 auf, die am Donnerstag im Internet veröffentlicht wurden.
Danach nahmen die Verzeigungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetMG) von 1990 bis 2004 von rund 20’000 auf über 50’000 zu. Dann sanken sie bis 2007 auf knapp 47’000.
Vor allem zwischen 1990 und 1993 waren die Zahlen empor geschossen – wahrscheinlich wegen verstärkten polizeilichen Kontrollen, so das BfS.
Bei den Opiaten (wie Heroin) gehen die Verzeigungszahlen laut BfS seit Mitte der 90-er Jahre zurück, bei den Hanfprodukten (wie Cannabis) seit 2004. Bei Stimulantien wie Kokain blieben sie in den letzten Jahren hoch.
78% der Verzeigungen erfolgten wegen Konsums verbotener Substanzen, 6% erfolgten nur wegen Handel, 8% wegen Handel und Konsum.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch