Werner K. Rey bleibt vorerst in Sicherheitshaft
Der im vergangenen Juli zu vier Jahren Zuchthaus verurteilte Werner K. Rey bleibt vorerst in Sicherheitshaft. Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde seines Verteidigers abgewiesen.
Der im vergangenen Juli zu vier Jahren Zuchthaus verurteilte Werner K. Rey bleibt vorerst in Sicherheitshaft. Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde seines Verteidigers abgewiesen. Über ein weiteres Haftentlassungsgesuch muss der Haftrichter Anfang 2000 entscheiden.
Mit dem Entscheid hat das Bundesgericht eine Beschwerde von Reys Anwalt Stefan Suter gegen den Haftbelassungsbeschluss von Haftrichter Paul Kälin abgewiesen, wie der Prokurator 2 für den Kanton Bern, Beat Schnell, am Mittwoch (22.12.) mitteilte. Das Bundesgericht begründete den Entscheid damit, dass die Appellation von Schnell gegen das Urteil erfolgreich sein könnte, wie Suter auf Anfrage sagte. Der Termin für die Appellationsverhandlung muss noch vom Kassationshof des Obergerichts des Kantons Bern festgesetzt werden.
Inzwischen hat Reys Anwalt nach eigenen Angaben aber ein weiteres Haftentlassungsgesuch gestellt, und zwar unmittelbar nach dem Eingang des schriftlichen Urteils vor rund zwei Wochen. “Der Entscheid des Bundesgerichts ist bereits überholt”, erklärte Suter. Die Bundesrichter hätten das Urteil, in dem Rey im Hauptanklagepunkt vollumfänglich freigesprochen worden sei, bei ihrem Entscheid noch nicht berücksichtigt. Suter erwartet den Entscheid des Haftrichters über das Gesuch Anfang Januar. Rey müsste schon lange auf freiem Fuss sein, sagte er weiter. Sein Klient habe insgesamt schon drei Jahre und neun Monate in Haft verbracht.
Der 56-jährige Rey war im Hauptanklagepunkt des gewerbsmässigen Betrugs freigesprochen worden. Übrig geblieben waren Betrugsversuch, Urkundenfälschung und betrügerischer Konkurs, wofür er zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Der gescheiterte Financier sitzt seit seiner Auslieferung von den Bahamas am 2. Juni 1998 im Gefängnis. Rey war am 27. März 1996 in seinem Haus in Nassau auf der Karibik-Insel verhaftet worden.
SRI und Agenturen
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